Narrow screen resolution Wide screen resolution default color green color orange color
Daniel PDF Drucken E-Mail
Benutzer Bewertung: / 0
SchlechtSehr gut 

Abstimmung 4.0/5 (7 Sterne)

Die Erziehung Daniels und seiner Freunde am babylonischen Hof.

Art: Anspiel
Teilnehmer: 11
Dauer: bis 30 min
Bibelstelle: Buch Daniel
Anlass: Dienst, Leben für Gott, Treue Die Erziehung Daniels und seiner Freunde am babylonischen Hof

Sprecher: Da sind sie nun, die vier Gefangenen aus Juda. Auch sie wurden ausgesucht um am Hofe des Königs von Babel zu dienen. Jerusalem wurde von diesem König Nebukadnezar belagert. Und Gott gab den König von Juda in seine Hände. Ja auch ein Teil der Geräte aus dem Hause Gottes wurde in Schinar in die Schatzkammer eines anderen Gottes getan. Der König veranlasste einige von den Israeliten auszuwählen, sie sollten von königlichem Stamm und edler Herkunft sein, junge Leute, die kein Gebrechen hätten, sondern schöne, begabt, weise, klug und verständig wären, also fähig an des Königs Hof zu dienen. Dies sollte der oberste Kämmerer machen, er sollte sie auch in der Schrift und Sprache der Chaldäer unterrichten lassen. Und der König bestimmte was sie zu essen bekommen sollten, von seiner Speise, und welchen Wein sie trinken sollten, von dem Wein den er selbst trank. So sollten sie drei Jahre erzogen werden und danach vor dem König dienen. Unter ihnen waren auch die schon erwähnten vier Gefangenen. Sie hießen: Daniel, Hananja, Mischa‘l und Asarja. Doch gab ihnen der obere Kämmerer andere Namen. Er nannte Daniel Beltschazar, Hananja Schadrach, Mischa‘l Meschach und Asarja Abed-Nego. Andere Namen - andere Umgebung - andere Leute - in der Gefangenschaft und doch etwas was unveränderlich bleibt: der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs. Doch konnte man jetzt noch an einen Gott glauben!? War nicht alles so aussichts- und hoffnungslos? Hatte es jetzt noch einen Sinn die Sitten, Bräuche, ja die Gesetze Gottes zu pflegen und zu halten? Doch Daniel nahm sich’s vor sich mit des Königs Speise und Wein nicht zu verunreinigen. Und Daniel bat den obersten Kämmerer dass er sich nicht verunreinigen müsste. Gott aber half ihm, und gab es, dass der oberste Kämmerer günstig und gnädig gestimmt wurde.

Oberster Kämmerer: Ich fürchte mich vor meinem Herrn, dem König, der euch eure Speise und euren Trank bestimmt hat. Wenn er merken würde, dass euer Aussehen schlechter ist als das der andern jungen Leute eures Alters, so brächtet ihr mich bei dem König um mein Leben.

Sprecher: Da sprach Daniel zu dem Aufseher der über sie vier gesetzt war.

Daniel: Versuches doch mit deinen Knechten zehn Tage und lass uns Gemüse zu essen und Wasser zu trinken geben. Und dann lass dir unser Aussehen und das der jungen Leute, die von des Königs Speise essen, zeigen; und danach magst du mit deinen Knechten tun nach dem , was du sehen wirst.

Sprecher: Der Aufseher hörte auf sie und versuchte es mit ihnen zehn Tage. Und danach sahen sie schöner und kräftiger aus als alle jungen Leute die von des Königs Speise aßen. So tat der Aufseher, dass was an Essen und Trinken für sie bestimmt war weg und gab ihnen Gemüse. Gott aber gab diesen vier jungen Leuten Einsicht und Verstand für jede Art von Schrift und Weisheit. Und Daniel verstand sich auf Gesichter und Träume jeder Art. Als die vom König bestimmte Zeit abgelaufen war, brachte der oberste Kämmerer die Ausgewählten vor Nebukadnezar. Der König redete auch mit diesen vier Gefährten und fand sie in allen Sachen die er sie fragte zehnmal klüger und verständiger, als alle Zeichendeuter und Weisen in seinem ganzen Reich.

Sprecher: Sehen wir nun den Lohn, den die Vier empfangen haben, ja den Lohn für ihre Treue und ihr Gottvertrauen. Wie ist es mit uns heutigen Christen? Haben wir den Mut unseren Glauben vor anderen Leuten auszuleben? Haben wir den Glauben und das Vertrauen auf Gott? Oder wollen wir vielmehr, wenn wir weit weg von Zuhause sind, das tun was sich für Christen nicht gehört? Und womit speisen wir unser Inneres? Lassen wir unseren Augen freien Lauf wenn wir uns in einer unchristlichen Umgebung aufhalten? Nähren wir unser Herz mit der „Aufnahme von abscheulichen und grausamen Bildern? Wir sollten uns viel mehr mit Jesus, dem Brot des Lebens nähren. In Johannes 6,35 heißt es: Ich bin das Brot des Lebens. Wer zu mir kommt, den wird nicht hungern; und wer an mich glaubt, den wird nimmermehr dürsten. Wenn wir unser Herz mit den schändlichen Bildern oder Worten vollaufen lassen, so wird sich das Verlangen auf solche Speise steigern und wir werden noch hungriger. Doch gehen wir am Ende doch unglücklich und leer aus. Wenn wir uns aber von Jesus ernähren so werden wir die Fülle erleben - uns wird nicht mehr hungern noch dürsten. Und merken wir es, auf richtige Geistesspeise ist ein hoher Lohn ausgesetzt - es geht hier um ewiges Leben oder ewigen Tod!

Musik

Nebukadnezars Traum von den vier Weltreichen

Sprecher: Einmal hatte Nebukadnezar einen Traum, über den er so erschrak dass er aufwachte. Da ließ er alle Zeichendeuter, Weisen, Zauberer und Wahrsager zusammenrufen, damit sie ihm seinen Traum sagten.

Nebukadnezar: Ich habe einen Traum gehabt; der hat mich erschreckt, und ich wollte gerne wissen, was es mit dem Traum gewesen ist.

Wahrsager: Der König lebe ewig! Sage deinen Knechten den Traum, so wollen wir ihn deuten.

Nebukadnezar: Mein Wort ist deutlich genug. Werdet ihr mir nun den Traum nicht kundtun und deuten, so sollt ihr in Stücke gehauen und eure Häuser sollen zu Schutthaufen gemacht werden. Werdet ihr mir aber den Traum kundtun und deuten, so sollt ihr Geschenke, Gaben und große Ehre von mir empfangen. Darum sagt mir den Traum und seine Deutung.

Sprecher: Trotz des Redens der Wahrsager, blieb es dabei - die Wahrsager sollten nicht nur den Traum deuten, sondern sollten selbst den Traum sagen. Der König wollte die Wahrsager prüfen ob sie nur Lug und Trug vor ihm redeten oder ob sie es wirklich wüssten. Um ihr Können zu beweisen sollten sie den Traum nicht nur deuten sondern erzählen. Da sprachen die Wahrsager zum König:

Wahrsager: Es ist kein Mensch auf Erden, der sagen könnte, was der König fordert. Ebenso gibt es auch keinen König, wie groß oder mächtig er sei, der solches von irgendeinem Zeichendeuter, Weisen oder Wahrsager fordern würde. Denn was der König fordert, ist zu hoch, und es gibt auch sonst niemand, der es vor dem König sagen könnte, ausgenommen die Götter, die nicht bei den Menschen wohnen.

Sprecher: Da wurde der König sehr zornig und befahl, alle Weisen von Babel umzubringen. Auch Daniel und seine Gefährten suchte man, um sie zu töten. Von dem obersten der Leibwache, dem der König Vollmacht gegeben hatte, erfuhr Daniel warum ein so strenges Urteil vom König erging. Und Daniel bat beim König um Frist damit er dem König die Deutung sagen könne. Daniel kam heim und sagte es seinen Gefährten, Hananja, Mischa und Asarja, damit sie Gott um Gnade wegen dieses Geheimnisses bäten. Es wurde Daniel aber nachts durch ein Gesicht offenbart, so dass er Gott lobte. Und der oberste Kämmerer brachte Daniel vor den König und sprach:

Oberster Kämmerer: Ich habe einen Mann gefunden unter den Gefangenen aus Juda, der dem König die Deutung sagen kann.

Nebukadnezar: (Daniel kommt zum König) Bist du es, der mir den Traum, den ich gesehen habe, und seine Deutung kundtun kann?

Daniel: Das Geheimnis, nach dem der König fragt, vermögen die Weisen, Gelehrten, Zeichendeuter und Wahrsager dem König nicht zu sagen. Aber es ist ein Gott im Himmel, der kann Geheimnisse offenbaren. Der hat dem König Nebukadnezar kundgetan, was in künftigen Zeiten geschehen soll. Mit deinem Traum und deinen Gesichten, als du schliefst, verhielt es sich so:

Sprecher: Und Daniel sagte dem König den Traum. Er sprach von einem Bild und beschrieb dem König das Aussehen dieses Bildes. Auch erzählte er von einem Stein der herunterkam ohne dass ein Mensch etwas dazu tat, und wie dieser Stein die Füße des Bildes traf. Er deutete den Traum und ließ Nebukadnezar damit etwas in die Zukunft blicken. Da fiel der König Nebukadnezar auf sein Angesicht und warf sich nieder vor Daniel und befahl, man sollte ihm Speiseopfer und Räucheropfer darbringen.

Nebukadnezar: Es ist kein Zweifel, euer Gott ist ein Gott über alle Götter und ein Herr über alle Könige, der Geheimnisse offenbaren kann, wie du dies Geheimnis hast offenbaren können.

Sprecher: Der König erhöhte Daniel und gab ihm große und viele Geschenke und machte ihn zum Fürsten über das ganze Land Babel und setzte ihn zum Obersten über alle Weisen in Babel. Und Daniel bat den König über die einzelnen Bezirke Meschach und Abed-Nego zu setzen. Daniel aber blieb am Hof des Königs.

Sprecher: Welch ein Segen ruht doch auf einem wahren Christen und seine Umgebung? Daniel sagte die Todesnot seinen Gefährten damit sie Gott um Gnade bäten. Und Gott half! Wie viel Segen bleibt den heutigen Christen aber enthalten weil sie ihn nicht anfordern. Uns Christen gilt heute die Verheißung aus Matthäus 18,19: Wahrlich, ich sage euch auch: Wenn zwei unter euch eins werden auf Erden, worum sie Bitten wollen, so soll es ihnen widerfahren von meinem Vater im Himmel. Wie viel Segen kann doch Herhabgebeten werden wenn sich zwei einig werden um etwas zu beten! Wie viel Hilfe, in so aussichtslosen Situationen kann Gott uns doch schenken, wenn wir sie nur anfordern. Wie viele Seelen können auf diese Art und Weise doch gerettet werden! Daniel sagte: Du sollst die Weisen von Babel nicht umbringen, sondern führe mich hinein zum König, ich will dem König die Deutung sagen. Unsere Aufgabe als Christen ist es die heutigen Menschen vom ewigen Tod zu erretten. Wie viel größer ist die Aufgabe der heutigen Christen doch im Vergleich zu Daniels Aufgabe, denn heute geht es um ewiges Leben oder ewigen Tod! In Hesekiel 3,18 steht: Wenn ich dem Gottlosen sage: Du musst des Todes sterben! und du warnst ihn nicht und sagst es ihm nicht, um den Gottlosen vor seinem gottlosen Weg zu warnen, damit er am Leben bleibe, - so wird der Gottlose um seiner Sünde willen sterben, aber sein Blut will ich von deiner Hand fordern. Merken wir welche Verantwortung auf uns liegt!

Musik

Die drei Männer im Feuerofen

Sprecher: Und nun zu einem Ereignis dass nur drei der vier Gefährten betraf. Nebukadnezar ließ zu seiner Zeit ein goldenes Bild machen, es war sechzig Ellen lang und genau so breit. Er veranlasste alle Fürsten, Würdenträger, Statthalter, Richter, Schatzmeister, Räte, Amtleute und alle Mächtigen im Lande zu kommen, um das Bild zu weihen. Dazu mussten sie sich vor dem Bild aufstellen. Der Herold rief:

Herold: Es wird euch befohlen, ihr Völker und Leute aus so vielen verschiedenen Sprachen: Wenn ihr hören werdet den Schall der Posaunen, Trompeten, Harfen, Zithern, Flöten, Lauten und aller andern Instrumente, dann sollt ihr niederfallen und das goldene Bild anbeten, das der König Nebukadnezar hat aufrichten lassen. Wer aber dann nicht niederfällt und anbetet, der soll sofort in den glühenden Ofen geworfen werden.

Sprecher: Als sie den Schall aller Instrumente hörten, fielen alle Völker und Leute aus so vielen verschiedenen Sprachen nieder und beteten das goldene Bild an. Da kamen einige chaldäische Männer und verklagten die Juden vor Nebukadnezar.

Chaldäer: Der König lebe ewig! Du hast ein Gebot ergehen lassen, dass alle Menschen niederfallen und das goldene Bild anbeten sollten, wenn sie den Schall der Posaunen, Trompeten, Harfen, Zithern, Flöten, Lauten und aller andern Instrumente hören würden; wer aber nicht niederfiele und anbetete, sollte in den glühenden Ofen geworfen werden.

Chaldäer: Nun sind da jüdische Männer, die du über die einzelnen Bezirke im Lande Babel gesetzt hast, nämlich Schadrach, Meschach und Abed-Nego; die verachten dein Gebot und ehren deinen Gott nicht und beten das goldene Bild nicht an, das du hast aufrichten lassen.

Sprecher: Da befahl Nebukadnezar mit Grimm und Zorn die drei Männer vor i___èhn zu bringen, und sprach zu ihnen:

Nebukadnezar: Wie? Wollt ihr, Schadrach, Meschach und Abed-Nego, meinen Gott nicht ehren und das goldene Bild nicht anbeten, das ich habe aufrichten lassen? Wohlan, seid bereit! Sobald ihr den Schall der Posaunen, Trompeten, Harfen, Zithern, Flöten, Lauten und aller andern Instrumente hören werdet, so fallt nieder und betet das Bild an, das ich habe machen lassen! Werdet ihr's aber nicht anbeten, dann sollt ihr sofort in den glühenden Ofen geworfen werden. Lasst sehen, wer der Gott ist, der euch aus meiner Hand erretten könnte!

Schadrach: Es ist nicht nötig das wir darauf antworten.

Meschach: Wenn unser Gott, den wir verehren, will, so kann er uns erretten; aus dem glühenden Ofen und aus deiner Hand, o König, kann er erretten.

Abed-Nego: Und wenn er's nicht tun will, so sollst du dennoch wissen, dass wir deinen Gott nicht ehren und das goldene Bild , das du hast aufrichten lassen, nicht anbeten wollen.

Sprecher: Da wurde Nebukadnezar voll Grimm, und der Ausdruck seines Angesichts veränderte sich gegenüber den drei Männern. Er befahl den Ofen siebenmal heißer zu machen als sonst, auch befahl er den besten Kriegsleuten die in seinem Heer waren, die drei Männer zu binden und in den glühenden Ofen zu werfen. Da wurden diese Männer in ihren Mänteln, Hosen, Hüten, in ihrer ganzen Kleidung gebunden und in den glühenden Ofen geworfen. Weil das Gebot des Königs so streng war, schürte man das Feuer im Ofen so sehr, dass die Männer, die Schadrach, Meschach und Abed-Nego hinaufbrachten, von den Feuerflammen getötet wurden. Aber die drei Männer fielen gebunden hinab, in den glühenden Ofen. Doch der König entsetzte sich!

Nebukadnezar: Haben wir nicht drei Männer gebunden in das Feuer werfen lassen?

Rat: Ja, König.

Nebukadnezar: Ich sehe aber vier Männer frei im Feuer umhergehen, und sie sind unversehrt; und der vierte sieht aus, als wäre er ein Sohn der Götter.

Sprecher: Und Nebukadnezar trat vor die Tür des glühenden Ofens.

Nebukadnezar: Schadrach, Meschach und Abed-Nego, ihr Knechte Gottes des Höchsten, tretet heraus und kommt her!

Sprecher: Da traten die drei Gefährten heraus aus dem Feuer. Und die Fürsten, Würdenträger, Statthalter und Räte des Königs kamen zusammen und sahen, dass das Feuer den Leibern dieser Männer nichts hatte anhaben können und ihr Haupthaar nicht versengt und ihre Mäntel nicht versehrt waren; ja, man konnte keinen Brand an ihnen riechen.

Nebukadnezar: Gelobt sei der Gott Schadrachs, Meschachs und Abed-Negos, der seinen Engel gesandt und seine Knechte errettet hat, die ihm vertraut und des Königs Gebot nicht gehalten haben, sondern ihren Leib preisgaben; denn sie wollten keinen andern Gott verehren und anbeten als allein ihren Gott! So sei nun dies mein Gebot: Wer unter allen Völkern und Leuten aus so vielen verschiedenen Sprachen den Gott Schadrachs, Meschachs und Abed-Negos lästert, der soll in Stücke gehauen und sein Haus zu einem Schutthaufen gemacht werden. Denn es gibt keinen andern Gott als den, der so erretten kann.

Sprecher: Nebukadnezar aber gab den drei Männern große Macht im Lande Babel.

Sprecher: Diese drei Männer hatten einen wunderbaren Glauben! In diesem Glauben konnten sie sogar dem Tode ins Angesicht schauen. Und Gott sah ihren Glauben! Er ließ durch diese Männer das Volk umkehren zu ihm. Wie kleingläubig sind wir doch oft in dieser Welt? Wie oft lassen wir uns doch von den Winden dieser Zeit hin und her reißen? Es ist unser Unglaube an dem wir scheitern. Er stört uns den Menschen von Gott zu erzählen, geschweige denn den Glauben auszuleben. Wie können, wir den Leuten aus dem Sumpf helfen, wenn wir doch selbst im Sumpf des Zweifels stecken? Wie oft liegt es an uns das die Leute der Umgebung gerade durch uns einen schlechten Eindruck vom Glauben bekommen. Nehmen wir uns Beispiele an diesen drei Glaubensgefährten. Alle Dinge sind möglich dem der da glaubt! Doch auch die Treue der Drei, können wir uns zum Beispiel nehmen - Treue bis in den Tod. Und die Kraft zu solcher Treue können wir wie früher, so auch heute aus dem Glauben schöpfen.

Musik

Nebukadnezars Wahnsinn

Sprecher: Nebukadnezar hatte Ruhe in seinem Hause und lebte zufrieden in seinem Palast. Doch hatte er wieder einen Traum der ihn erschreckte. Er veranlasste alle Zeichendeuter, Weise, Gelehrten und Wahrsager zu bringen, doch konnte keiner den Traum deuten. Bis Daniel vor ihn trat. Als Daniel, der auch Beltschatzar heißt, den Traum gehört hatte entsetzte er sich eine Zeit lang. Seine Gedanken beunruhigten ihn.

Nebukadnezar: Beltschazar, lass dich durch den Traum und seine Deutung nicht beunruhigen.

Daniel: Ach, mein Herr, dass doch der Traum deinen Feinden und seine Deutung deinen Widersachern gelte!

Sprecher: Daniel berichtete von einem Baum der groß und mächtig wurde. Von einem Wächter der Befahl den Baum bis auf den Stock mit den Wurzeln zu zerstören. Er berichtete dass der Baum in Ketten auf dem Felde im Gras und unter dem Tau liegen würde, dass der Baum mit den Tieren des Feldes zusammenleben würde, bis über ihn sieben Zeiten hingegangen sind. Danach deutete er den Traum

Daniel: Das, König, bedeutet - und zwar ergeht es als Ratschluss des Höchsten über meinen Herrn, den König-: man wird dich aus der Gemeinschaft der Menschen verstoßen, und du musst bei den Tieren des Feldes bleiben, und man wird dich Gras fressen lassen wie die Rinder, und du wirst unter dem Tau des Himmels liegen und nass werden, und sieben Zeiten werden über dich hingehen, bis du erkennst, dass der Höchste Gewalt hat über die Königreiche der Menschen und sie gibt, wem er will. Wenn aber gesagt wurde, man solle dennoch den Stock des Baumes mit seinen Wurzeln übrig lassen, das bedeutet: dein Königreich soll dir erhalten bleiben, sobald du erkannt hast, dass der Himmel die Gewalt hat. Darum, mein König, lass dir meinen Rat gefallen und mache dich los und ledig von deinen Sünden durch Gerechtigkeit und von deiner Missetat durch Wohltat an den Armen, so wird es dir lange wohl ergehen.
Musik

Sprecher: Ein Jahr ist inzwischen vergangen, als sich Nebukadnezar auf dem Dach des königlichen Palastes in Babel ergeht.

Nebukadnezar: Das ist das große Babel, das ich erbaut habe zur Königsstadt durch meine große Macht zu Ehren meiner Herrlichkeit.

Stimme: (Playback) Dir, König Nebukadnezar, wird gesagt: Dein Königreich ist dir genommen, man wird dich aus der Gemeinschaft der Menschen verstoßen, und du sollst bei den Tieren des Feldes bleiben; Gras wird man dich fressen lassen wie die Rinder, und sieben Zeiten sollen hingehen, bis du erkennst, dass der Höchste Gewalt hat über die Königreiche der Menschen und sie gibt wem er will.

Sprecher: Im gleichen Augenblick wurde das Wort an Nebukadnezar erfüllt. Er wurde verstoßen aus der Gemeinschaft der Menschen, und fraß Gras wie die Rinder. Nebukadnezar lag unter dem Tau des Himmels und wurde nass. Nach einiger Zeit hob er, seine Augen auf zum Himmel, und sein Verstand kam ihm wieder, so dass er Gott lobte. Er pries und ehrte den, der ewig lebte, dessen Gewalt ewig ist und dessen Reich für und für währt. Seine Herrlichkeit und sein Glanz kamen wieder an Nebukadnezar zur Ehre seines Königreiches. Er wurde von seinen Räten und Mächtigen aufgesucht, wurde wieder über sein Königreich eingesetzt und gewann noch größere Herrlichkeit. Doch hatte er aus diesem Geschehen gelernt.

Nebukadnezar: Darum lobe, ehre und preise ich, Nebukadnezar, den König des Himmels; denn all sein Tun ist Wahrheit, und seine Wege sind recht, und wer stolz ist, den kann er demütigen.

Sprecher: Wie damals Daniel Angst hatte dem König die Deutung zu sagen, weil sie den König verurteilte, so ist es auch mit uns Christen in dieser Welt. Wir haben Angst, Angst den Menschen von Jesus Christus und von Gott zu erzählen, wir haben Angst die Leute vor dem ewigen Verderben zu warnen. Doch müssen wir es den Leuten sagen, so wie Daniel es trotz seiner Angst über die Lippen brachte. Gott gibt dazu die nötige Kraft, er stärkt uns so sehr, dass wir den Leuten sogar guten Rat und Hilfe geben können, wie Daniel es tat.

Doch lernen wir auch von Nebukadnezar: Erst nach dem Nebukadnezar, sehr stark gedemütigt wurde konnte Gott ihn noch mehr segnen. Wie viel Segen entgeht uns doch wenn wir uns nicht demütigen, wenn wir unseren stolzen Wandel fortsetzen? Denn: Gott widersteht den Hochmütigen, aber den Demütigen gibt er Gnade. Wir können Gott mit unserem Hochmut nicht gefallen. Wie weit muss Gott mit uns gehen bis wir diese Erfahrung machen und sie begreifen - bis wir daraus lernen?
Musik - ENDE

Zu Favoriten hinzufügen (8) | Artikel zitieren | Aufgerufen: 734

  Artikel kommentieren
RSS Kommentare

Nur registrierte Benutzer können Kommentare schreiben.
Bitte melde Dich an oder registriere Dich.

Powered by AkoComment Tweaked Special Edition v.1.4.6
AkoComment © Copyright 2004 by Arthur Konze - www.mamboportal.com
All right reserved

 
< Zurück   Weiter >