| Die eingemauerte Bibel |
|
|
|
|
Antonio war geschäftlich unterwegs, im Zug schenkte eine Frau ihm eine Bibel. Im Scherz mauerte er diese Bibel ein. Nach vielen Jahren fand sie ein Junger mann und kahm zum Glauben. Art: Anspiel Teilnehmer: 6 Dauer: bis 10 min Bibelstelle: Hebräer 12, 5+6 Anlass: Gottes Führung
Sprecher: Leider gibt es Menschen, ja sehr viele Menschen, die von der Bibel nichts wissen wollen. Sie versuchen mit allen Mitteln sich von ihr fernzuhalten. Im Abteil eines Zuges sitzen mehrere Personen, doch zwei von ihnen führen ein Gespräch. Eine Dame unterhält sich mit Antonio, einem Maurer von Beruf, der auf einer Dienstreise ist. Als ihr Gespräch über die Bibel unter-brochen wird, sagt die Dame noch schnell:
Dame: Hier, (gibt die Bibel) nehmen sie es. Ich muß jetzt leider gehen, aber die Bibel schenke ich ihnen. Da können sie alle Antworten auf ihre Fragen finden. Die Bibel ist der Weg zum Heil.
Antonio: Danke sehr, gnädige Dame!
Sprecher: Sagte Antonio, aus rein höflichen Gründen, denn dieses Thema interessierte ihn überhaupt nicht. Er dachte bei sich:
Antonio: Wenn diese Frau nur wüßte, wie wenig ich von dem allem halte, würde ihr ganz anders dabei werden. Aber es war zumindest nicht so langweilig, als sie erzählte. Es schien so, als wäre sie persöhnlich zu Jesu Zeiten da gewesen und hätte alles selber miterlebt. Gut, dass ich nicht daran zu glauben brauche, denn was ist schon die Bibel? Heute ist sie in meinen Händen und morgen..., tja morgen werde ich sie bestimmt sicher aufbewahren und zwar ganz sicher! (Schadensfreude)
Sprecher: In den nächsten Tagen mußte Antonio in einem Neubau einige Stellen ausbessern. Da fiel ihm seine Bibel wieder ein. Er sagte zu seinen Arbeitskollegen:
Antonio: Mir fällt gerade etwas ein, ich erlaube mir mal einen schönen Spaß. Ich werde in dieses Loch hier, gleich die Bibel, von der ich euch erzählt habe, hineinstopfen und zumauern. Ich hole sie sofort. (geht)
Kollege1: Was ihm nicht alles in den Sinn kommt?
Kollege2: Ich weiß auch nicht, ob das alles so richtig ist, was er da vorhat?
Kollege1: Ich glaube mit seinem andauernden Scherzen kann es nicht lange gut gehen.
Kollege2: Er muß es wohl wissen, denn ich würde nicht wagen mit der Bibel so etwas zu tun, selbst wenn ich nicht an sie glaube.
Antonio: (kommt) So, jetzt kommt sie hier herein. Oh, sie paßt nicht.
Kollege2: Dann laß es eben sein.
Antonio: Nein, nein, wenn schon denn schon. Siehst du, mit einwenig Drehen und Quetschen ist sie drinn. Sie hat zwar etwas darunter gelitten, aber der dicke Lederbezug kann das wohl gut ab. Und jezt gut Mörtel hinterher. Ich will mal sehen, ob sie der Teufel wieder herausbekommt.
Sprecher: Wenige Wochen später, reiste Antonio wieder heim. Seitdem sind Jahre vergangen! Eines Tages ereignete sich in der Stadt, Glasur, wo Antonio die Bibel einmauerte, ein Großbrandt. Zahlreiche Gebäude brannten völlig nieder, einige wurden nur teilweise zerstört. Aber sie sollten wieder aufgebaut werden. Ein Maurerpolier wurde beauftragt ein teilweise eingestürtes Haus zu untersuchen und wieder aufzubauen. Beim Untersuchen stieß er auf einen merkwürdigen Mörtelklumpen. Bei näherem Be-trachten erkannte er ein Buch und holte es heraus.
Johannes: Interessant, eine Bibel, und nicht gerade die billigste Ausführung. Wie kommt so ein Buch in diesen Mörtelklum-pen? Sie muß mit Absicht eingemauert worden sein. Jedenfalls nehme ich sie jetzt mit.
Sprecher: Dieser Maurerpolier, namens Johannes, nahm die Bibel mit und las oft darin. Es dauerte nicht lange, da gewann er dieses Buch lieb und fand den Frieden mit Gott. Er wurde angeregt zum Missionsdienst. In seiner Freizeit, nahm er die Bibel, viele Traktate und ging in die umliegenden Städte, Dörfer und Siedlungen, um die Frohe Botschaft zu verkündigen. Auf einem Jahrmarkt errichtete er seinen Stand mit Bibeln. Es war der gleiche Ort, an dem auch Antonio lebte. Als Antonio an dem Stand vorbeischlenderte blieb er stehen.
Antonio: Oh, hier gibts Bibeln zu kaufen. Daß habe ich nicht nötig! Da brauche ich bloß nach Glasur zu fahren, denn da habe ich eine Bibel sehr gut aufgehoben. Aus der Wand holt sie niemand heraus. Und ich bin gespannt, ob der Teufel sie da hervorholen kann.
Johannes: (ernlst) Seien sie bloß vorsichtig, junger Mann. Spotten ist keine Kunst, aber was würden sie sagen, wenn ich ihnen diese Bibel zeigte?
Antonio: Sie können mir nichts vormachen! Ich würde sie sofort wiedererkennen, denn ich habe sie beim Einmauern gut gezeichnet (ironisch). Und ich bleibe dabei: der Teufel holt sie nicht aus der Wand.
Johannes: (zeigt die Bibel) Kennen sie dieses Zeichen vielleicht noch?
Sprecher: Antonio wurde blaß und sprachlos. Er traute seinen Augen nicht, es war die eingemauerte Bibel.
Johannes: Ihr blaßes Gesicht und ihre Verwunderung sprechen dafür, dass es die Bibel von damals ist. Aber nicht der Teufel hat sie herausgeholt, sondern Gott. Er tat es, damit sie erkennen, dass er lebt und ihnen nachgeht um sie zu erretten.
Sprecher: Nun brach der alte Haß gegen Gott, den Antonio hatte hervor. Sein Gewissen mahnte in ihm, aber er rief seine Kameraden. Bald war der Bibelstand umgerissen und Johannes geschlagen. Die Männer aber entkamen. Antonios Feindschaft zu Gott wurde immer größer. Kurze Zeit später, als Antonio wieder einmal zu viel getrunken hatte, fiel er von einem hohen Baugerüst und zog sich schlimme Verletzungen zu.
Sprecher: Als Johannes erfuhr, das Antonio verunglückt sei, ließ er ihm einen Blumenstrauß schicken. Woche für Woche besuchte ihn Johannes. Allmählich begann Antonio in der Bibel zu lesen, erst aus Langeweile und später aus Interesse.
Antonio: Wissen sie, irgendwie beeindruckt mich dieses Buch. Es greift manchmal bis ins Innerste.
Johannes: Ja, ich kann es von mir selbst erzählen. Du weißt ja, dass ich durch die eingemauerte Bibel den rechten Weg zum ewigen Leben fand. Ich bin mir dessen überzeugt, dass sie auch dir helfen wird. Oh die Sprechzeit ist wieder um. Ich muß jetzt gehen. Lies sie Schritt für Schritt, denn in ihr ist der Weg zum wahren Leben.
Antonio: Ja, dieser Mann muß recht haben, denn seine Taten sprechen für sich. Ich habe ihn schlimm behandelt, aber er ist der treuste Besucher in meiner Not. Ich will weiterlesen, vielleicht kann das Buch mich auch so umgestalten, dass ich so sein kann wie er.
Mein Sohn, achte nicht gering die Erziehung des Herrn und verzage nicht, wenn du von ihm gestraft wirst. Denn wen der Herr lieb hat, den züchtigt er, und er schlägt jeden Sohn, den er annimmt. Hebräer 12, 5+6
Ist das möglich? Hier steht ja von mir geschrieben! Dies paßt genau zu meinem Unfall. Es ist ja die Strafe des Herrn, das heißt, dass Jesus an mir interessiert ist, anders gesagt, er liebt mich. In seinen Augen bin ich ein Verbrecher, ein Sünder! Und doch hat er mich lieb. Ich bin zwar ein Sünder, aber ich will ihn für alles um Vergebung bitten!
Sprecher: Diese eingemauerte Bibel hat viel Heil gebracht, und viele Menschen gerettet. Was ist dem Worte Gottes gleich? Antonio wurde nicht mehr so gesund wie früher, doch seine Seele war jetzt gesünder wie je zu vor. ENDE Zu Favoriten hinzufügen (10) | Artikel zitieren | Aufgerufen: 597
Nur registrierte Benutzer können Kommentare schreiben. Powered by AkoComment Tweaked Special Edition v.1.4.6 |
||||
| < Zurück | Weiter > |
|---|