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Die kostbare Perle PDF Drucken E-Mail
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David versucht dem Perlentaucher Rambhau zu erklären dass er das Ewige Leben nicht verdienen kann. Das Versteht der Perlentaucher nicht bis eines Tages...

Art: Anspiel, Anspiele, Sketsch, Sketsche
Teilnehmer: 3
Dauer: bis 5 min
Bibelstelle:  
Anlass: Evangelisation, freie Gnade

Sprecher:        Das Wasser spritzte hoch auf, zog viele Kreise - dann wurde es wieder still um das Boot. Ein christlicher Missionar blickte gespannt auf eine Stelle, an der viele Bläschen aufstiegen. Nach kurzer Zeit tauchte dort ein brauner Kopf auf. Der alte indische Perlentaucher zog sich ins Boot und schüttelte das Wasser von seinem ölig glänzenden Körper.

David:             Ich habe noch nie so ein herrvorragendes Tauchen gesehen, Rambhau.

Rambhau:        Ich glaube, die ist gut. (überreicht eine große Muschel)

David:             Rambhau, schau hier in der Muschel. Dies ist ein Vermögen!

Rambhau:        Ja, die ist ganz brauchbar.

David:             Aber, Rambhau! Hast du jemals eine bessere Perle gesehen? Die ist doch vollkommen - oder nicht?

Rambhau:        O ja, es gibt viel bessere Perlen, viel bessere. Ich habe sogar eine. (pause) Sieh dir dies hier an - diese Unvollkommenheit - diesen schwarzen Flecken hier - selbst in der Form ist sie ein wenig oval. Doch kann sie immerhin noch als gute Perle auf dem Markt gelten.

David:             Deine Augen sehen zu genau - zu deinem eigenen Nachteil Freund, ich könnte mir keine vollkommenere Perle vorstellen.

Rambhau:        Das ist genau das, was du immer von deinem Gott sagst. Die Leute halten sich selbst für vollkommen. Doch Gott sieht sie, wie sie wirklich sind. (Sie haben das Ufer erreicht und schritten auf der staubigen Straße der Stadt zu)

David:             Du hast recht, Rambhau. Doch bietet Gott all denen eine vollkommene Gerechtigkeit an, die ihm einfach vertrauen und sein Geschenk der Erlösung annehmen. Begreifst du das immer noch nicht, mein Freund?

Rambhau:        Nein, Sahib, ich habe es dir schon oft gesagt: Es ist zu einfach. Hier versagt eure gute Religion. Ich kann das nicht so einfach annehmen. Vielleicht bin ich zu stolz dazu. Ich muß mir meinen Platz im Himmel erarbeiten. Sonst könnte ich mich dort nicht wohlfühlen.

Daðvid:           O Rambhau! Verstehst du denn nicht, dass du auf diesem Weg nie in den Himmel kommen wirst? Es gibt nur einen Weg in den Himmel, Rambhau. Du wirst auch älter. Vielleicht ist dies deine letzte Tauchsaison.

Rambhau:        Meine letzte Saison! Ja, du hast recht. Heute habe ich zum letzten Mal getaucht. Dies ist der letzte Monat des Jahres, und ich muß Vorbereitungen treffen.

David:             Du solltest lieber Vorbereitungen für das zukünftige Leben treffen!

Rambhau:        Gerade das will ich tun. - Siehst du den Mann dort drüben? Er ist ein Pilger auf dem Wege nach Bombay oder Kalkutta. Barfuß geht er über die spitzen Steine; und schau - Alle paar Schritte kniet er nieder und küßt den Weg. Das ist sehr gut. Am ersten Tag des neuen Jahres werde ich meine Pilgerreise antreten. Mein ganzes Leben lang habe ich auf diese Gelegenheit gewartet.

Rambhau:        Ich werde auf den Knien nach Delhi rutschen und mir dadurch ganz gewiß den Himmel verdienen.

David:             Soll das dein Ernst sein? Nach Delhi sind es 1200 km! Bevor du den halben Weg zurückgelegt hast, wirst du an Aussatz oder - durch deine zerschundenen Knie an Blutvergiftung sterben.

Rambhau:        Nein, ich muß unbedingt Delhi erreichen. Die Unsterblichen werden mich dafür belohnen. Die Leiden sind leicht zu ertragen, denn durch sie werde ich mir den Himmel erkaufen.

David:             Rambhau, mein Freund, das ist doch unmöglich! Wie könnte ich dich ziehen lassen, da doch Jesus Christus sein Leben gegeben hat, um für dich den Himmel zu erwerben.

Rambhau:        Du bist mein bester Freund auf dieser Erde, Morse Sahib. In all diesen Jahren hast du mir treu zur Seite gestanden. In Krankheit und Not warst du mein einziger Helfer. Aber du kannst mir nicht das große Verlangen nehmen, ewiges Glück zu erlangen. Ich muß nach Delhi pilgern! (Rambhau geht)

David:             Es schien aussichtslos zu sein. Der alte Perlentaucher konnte die freie Erlösung durch Jesus Christus weder verstehen noch® annehmen. Nach einigen Wochen kam Rambhau zu mir nach Hause.

Rambhau:        (klopft)

David:             Komm herein.

Rambhau:        Nein, ich möchte gern, dass du mit in mein Haus kommst. Ich muß dir dort etwas zeigen. Bitte, sage nicht nein!

David:             Natürlich komme ich mit.

Rambhau:        So, da sind wir. Du weißt, dass ich mich morgen in einer Woche auf die Reise nach Delhi begebe.(geht raus, kommt kurz darauf mit einer Kassette zurück)Seid Jahren besitze ich diese Kassette, und ich bewahre nur einen einzigen Gegenstand darin auf. Heute will ich dir davon erzählen, Morse Sahib. Ich hatte einen Sohn.

David:             Einen Sohn? Rambhau, du hast nie ein Wort von ihm erwähnt!

Rambhau:        Nein, Sahib, ich konnte es einfach nicht. Doch jetzt muß ich davon reden. Bald beginne ich meine Reise, und wer weiß, ob ich jemals hierher zurückkehren werde. - Mein Sohn war ein Perlentaucher - der beste an Indiens Küste! Er konnte am schnellsten tauchen, hatte das schärfste Auge vund den längsten Arm von allen, die nach Perlen suchten. Welche Freude bereitete er mir! Er sehnte sich immer danach, einmal eine Perle zu finden, die unvergleichlich schöner und größer sein würde, als alle bisher gefundenen. Eines Tages entdeckte er sie. Da er bereits sehr lange unter Wasser gewesen war, gelang es ihm nur noch mit äußerster Anstrengung, sie an die Oberfläche zu bringen. Kurze Zeit später starb er.(pause)All die Jahre hindurch habe ich die Perle aufbewahrt. Doch nun gehe ich auf die Reise, von der ich wohl nicht mehr zurückkehren werde. Dir, meinem besten Freund, schenke ich diese Perle.

David:             Rambhau! Was für eine Perle!

Rambhau:        Die Perle, Sahib, ist vollkommen.

David:             Rambhau, dies ist eine herrliche Perle, eine einzigartige Perle. Es ist wohl eine der größten Perlen die in Indiens Gewässern zu finden ist, und sieh mal wie sie leuchtet. Laß mich sie¸ dir abkaufen. Ich will dir 10 000 Rupien dafür geben.

Rambhau:        (Ablehnung zeigen) Sahib, diese Perle ist über alle Geldpreise erhaben! Kein Mensch auf der Welt hat genug Geld, um bezahlen zu können, was mir diese Perle wert ist. Auch für eine Million Rupien würde ich diese Perle nicht auf dem Markt verkaufen. Ich kann sie dir auch nicht verkaufen. Ich möchte sie dir schenken.

David:             Nein, Rambhau, das kann ich nicht annehmen. So gern ich auch die Perle haben möchte, aber auf diese Art kann ich sie nicht nehmen. Vielleicht bin ich zu stolz dazu. Mir ist das zu einfach. Etweder muß ich dafür bezahlen oder dafür arbeiten.

Rambhau:        (außer sich) Du hast mich völlig falsch verstanden, Sahib. Begreifst du denn nicht - mein eigener Sohn gab sein Leben, um diese Perle zu erlangen. Für Geld würde ich sie niemals hergeben.  Ihr Wert bedeutet das Leben meines Sohnes! Ich kann sie unmöglich verkaufen, aber ich kann sie dir schenken.

David:             Rambhau, verstehst du mich denn immer noch nicht? Das ist doch gerade das, was du bisher zu Gott gesagt hast? (Pause)Gott bietet die Erlösung als ein Geschenk an. Sie ist so groß und so kostbar, dass kein Mensch auf Erden sie bezahlen kann. Eine Million Rupien sind zu wenig. Kein Mensch kann seine Erlösung je verdienen. Sein Leben ist viel zu kurz. Kein Mensch ist von sich aus gut genug dafür. Es kostet Gott das Blut seines eigenen Sohnes, dir den Eingang in den Himmel zu ermöglichen. In Millionen Jahren, in hundert Pilgerfahrten könntest du dir den Zugang zu Gott nicht verdienen. Alles, was du tun kannpst, ist, dass du die Erlösung als Zeichen von Gottes Liebe zu dir , einem Sünder, umsonst annimmst. Rambhau, natürlich nehme ich deine Perle in tiefer Dankbarkeit an. Mein Freund, willst du nicht auch Gottes Geschenk annehmen - in tiefer Demut? Nun weißt du, dass es Gott seinen eigenen Sohn gekostet hat, dir dieses große Angebot machen zu können.

Rambhau:        Sahib, jetzt begreife ich. Ich habe die Lehren Jesu schon seid längerem anerkannt. Doch ich konnte einfach nicht glauben, dass seine Erlösung ein Geschenk ist. Manche Dinge sind einfach zu kostbar, als dass man sie kaufen oder verdienen könnte. - Ich nehme Gottes Geschenk der Erlösung an!

                        Hast du auch schon Gottes Geschenk angenommen? Wenn nicht, möchtest du es heute tun? Du kannst nie gut genug sein oder genügend Geld verdienen, um diese Gabe bezahlen zu können. Möchtest du sie nicht auch umsonst empfangen?

ENDE


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