| Die Lawine |
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Henry erfährt die wunderbare Bedeutung des Ferses "Der Herr ist mein Hirte". Sprecher: Hoch oben auf einer Alm in der Schweiz sitzt ein Hirtenjunge. Er spielt auf einer Blockflöte. Rings um ihn her weiden seine Schafe im saftigen Gras. In der Ferne leuchten die Gletscher mit dem Schnee. Welch eine herrliche Natur! Ein Wanderer steigt den schmalen Bergpfad herauf. Es ist ein Urlauber: Wanderer: Wie heißt du, mein Junge? Henry: Ich heiße Henry. Wanderer: Wie alt bist du? Henry: Zehn Jahre. Wanderer: Nenne mich ruhig Onkel Hans, Henry. Was machst du hier oben? Henry: Ich habe Ferien und hüte die Schafe meines Vaters. Wanderer: Das ist schön. Dann bist du also ein junger Hirte. Hast du eigentlich schon einmal etwas von dem guten Hirten gehört? Henry: Ich bin selbst ein guter Hirte, denn ich sorge gut für unsere Schafe. Wanderer: Ja, das glabue ich dir. Du bist also ein guter Hirte. Aber ich meine, ob du weißt wer der gute Hirte ist. Henry: Nein, wer ist das? Wanderer: Das ist der Herr Jesus, der Sohn Gottes. Er hat den Himmel verlassen und ist auf diese Erde gekommen, um am Kreuz für unsere Sünden zu sterben. Doch Gott hat Ihn wieder auferweckt. Nun lebt der Herr Jesus wieder im Himmel. Er ist der gute Hirte und sucht uns Menschen, die in der Sünde verloren sind. Er möchte uns, Seine Schafe, einmal ins Vaterhaus bringen, das heißt in den Himmel. Nichts ist schöner, als den Herrn Jesus zu kennen. Er sorgt noch besser für dich, als du für deine Schafe. Henry: Kann Er auch mich in Sein Vaterhaus bringen, wenn ich gestorben bin? Wanderer: Ja, aber dann muß zuerst etwas geschehen. Hast du schon einmal Böses getan, Henry? Henry: Ja, ich bin in dieser Woche ziemlich ungezogen gewesen. Wanderer: Dann mußt du den Herrn Jesus bitten, dir das zu vergeben und auch alles andere Böse, was du jemals getan hast. Wenn du betest und Ihm alles ehrlich sagst, nimmt Er alle deine Sünden weg und vergibt sie dir. Dafür ist Er am Kreuz gestorben. Er litt für dich und für mich, für alle Menschen, um unsere Schuld zu bezahlen. Henry: Darf ich jetzt gleich beten, Onkel Hans? Sìprecher: Wie gut hatte er alles verstanden. Er wollte von ganzem Herzen dem Herrn Jesus angehören. So kniete er im Gras nieder und betete ein kurzes Gebet. Es kam aus tiefem Herzen. Über solch ein Gebet freut sich der Herr Jesus. Wanderer: Nun möchte ich dir noch einen Spruch aus der Bibel sagen, den du gut behalten kannst. Er ist kurz und heißt: "Der Herr ist mein Hirte." Es sind nur fünf Worte, für jeden Finger an deiner Hand ein Wort. Schau deine Hand an! Fünf Finger hast du, nicht wahr? Fasse nun den linken Daumen mit deiner rechten Hand und sage: DER Halte jetzt den Zeigefinger fest und sage: HERR Dann den Mittelfinger: IST Nun den Ringfinger: MEIN Und zum Schluß den kleinen Finger: HIRTE! Siehst du, Henry, fünf Worte. Jeder Mensch, der dem Herrn Jesus seine Sünden bekennt und Ihn in sein Leben aufnimmt darf sagen: DER HERR IST MEIN HIRTE! DER Hirte (nicht ein Hirte), weil Er allein der gute Hirte ist. HERR, weil Er der Herr und Heiland ist, der allmächtige Gott. IST, weil Er immer derselbe ist, heute, morgen und allezeit. MEIN, weil du zu Seinen Schafen gehörst. HIRTE, weil Er für dich sorgt und dich lieb hat. Achte vor allen Dingen auf das Wort: MEIN. Der Her Jesus gehört dir. Deshalb darfst du sagen: Er ist MEIN Hirte. Henry: Onkel Hans, wenn ich den Spruch aufsage und bei jedem Wort den Finger festhalte, dann drücke ich den vierten Finger besonders fest: MEIN! - Ich bin ja so froh. Der Herr Jesus ist jetzt mein guter Hirte. Sprecher: Onkel Hans kam noch manchmal auf die Bergwiese und besuchte Henry. Aber nach ein paar Wochen war sein Urlaub vorüber, und Henry mußte auch wieder zu Schule gehen. Es wurde Winter, und der Winter kann in den Schweizer Bergen sehr gefährlich werden. Manchmal besteht Lawinengefahr. Eine Lawine ist eine große Menge Schnee, die meistens bei Tauwetter hoch oben auf den Bergen ins Rutschen kommt und mit gewaltiger Fahrt ins Tal stürzt Ganze Häuser wurden schon durch Lawinen zerstört, und auch Menschen sind häufig mitgerissen und getötet worden. Als Henry eines mittags aus der Schule nach Hause kam, wartete sein Vater schon auf ihn. Vater: Henry, Mutter ist krank. Der Arzt hat ein Rezept geschrieben, und die Arznei muß sofort geholt werden. Willst du gleich losgehen? Dann kannst du in einer Stunde wieder hier sein. Ich bleibe bei Mutter. Henry: Ja, ich will gleich losgehen. Sprecher: Henry war gehorsam und lief ins Nachbardorf zur Apotheke. Nachdem er die Arznei erhalten hatte, machte er sich sofort auf den Heimweg. Es fing schon an, dunkel zu werden. Plötzlich hörte Henry ein donnerndes Geräusch, wie von einem Gewitter. Aber es war kein Gewitter - es war eine Lawine. Schnell wegrennen, dachte er. Doch es war zu spät. Die Lawine holte ihn ein, überrollte ihn und begrub ihn unter einem großen Schneeberg. Der Vater wartete unruhig. Er und die Leute im Dorf hatten das Geräusch gehört. Ob Menschen verunglückt wareln? Wo blieb Henry? In der Apotheke wurde angerufen. Aber dort sagte man, Henry sei schon da gewesen und hätte sich wieder auf den Heimweg gemacht. Was sollte geschehen? Die Bauern zogen los, um Henry zu suchen. Stundenlang gruben sie im Schnee, angetrieben von furchtbarer Ungewißheit. Würden sie den Jungen finden? Ob er noch lebte? Endlich entdeckten sie ihn. Da lag er. Kalt. Tot. Wie furchtbar! Welch ein Schmerz für seine Eltern. Da lag Henry. Mit einer Hand hatte er den vierten Finger der anderen Hand umklammert. Der Vater verstand sofort, was das zu bedeuten hatte. Henry hatte seinen Eltern erzählt, dass er den Herrn Jesus als seinen Heiland angenommen hatte und der Herr Jesus sein guter Hirte geworden sei. Er hatte ihnen auch gesagt, was Onkel Hans ihn gelehrt hatte. Sein Vater konnte sich denken, dass Henry die große Gefahr, die Lawine, hatte kommen sehen und nicht mehr fliehen konnte. Als er wußte, dass er sterben mußte, hatte er an den Herrn Jesus gedacht, seinen Freund, der ihn auch jetzt nicht verlassen würde. Henry dachte an das Wort "MEIN" und hatte seinen vierten Finger gegriffen und festgehalten. So war er gefunden worden. Henry hatte ganz sicher gewußt: "Jesus ist mein Hirte. Seine Eltern wußten eben so sicher: Henry ist zwar gestorben, aber er ist bei dem Herrn Jesus im Himmel, selbst wenn wir seinen Leib begraben müssen. Der Schmerz um ihren Jungen war groß. Aber sie trösteten sich mit der Gewißheit, dass Henry bei dem Herrn Jesus war. Könnt ihr auch sagen: "Der Herr ist MEIN Hirte?" Werdet ihr auch an den vierten Finger denken, wenn ihr dem Herrn Jesus gehört?
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