| Warten auf Erlösung (Teil 5) |
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Der Vater list seinem Kind die Weihnachtsgeschichte vor. Die Volkszählung und die Geburt Jesu Christi wird in diesem Stück nachgespielt. Der Erlöser ist da. Kind: Vati, darf ich die Lichter am Weihnachtsbaum anmachen? Vater: Ja, natürlich darfst du das. Komm, setz dich mal zu mir. Ich möchte dir heute wieder eine Geschichte erzählen. Kind: Au ja, von Jesus, wie er auf diese Welt gekommen ist. Vater: Der damalige Kaiser wollte gerne wissen, wie viele Menschen in seinem Reich leben. Deshalb mussten alle Menschen in ihre Geburtsstadt ziehen, um sich registrieren zu lassen. So mussten auch die Eltern Jesu nach Bethlehem wandern. Der Weg war sehr weit und anstrengend. Sebach: Jetzt bin ich schon ganze zwei Tage unterwegs und das nur, weil der Kaiser wissen will, über wie viele Menschen er Macht hat. Ich hasse die Römer! Raham: Ich musste meinen kranken Vater fremden Leuten zur Pflege übergeben. Nur weil die Römer einige persönliche Daten von mir notieren wollen. Eins will ich dir sagen, wir brauchen Leute, wie Gideon, die uns von der Herrschaft der Römer befreien. Jotam: Nicht so laut Freunde, wir sind hier nicht allein. In diesem Gedränge hier können auch Verräter dabei sein. Raham: Ich habe es satt immer unterdrückt zu werden. Sie sollen ruhig hören, wie wir über sie denken. Vater: Solche und ähnliche Worte hörten Joseph und Maria sehr oft auf dem Wege in ihre Heimatstadt. Die Straßen waren meist überfüllt und jeder drängte, um vorwärts zu kommen. Maria: Wie weit ist es noch bis nach Bethlehem? Josepf: Gleich kannst du ausruhen. Wir sind bald da. Schau dir diesen Tumult an, die Stadt scheint überfüllt zu sein. Hoffentlich finden wir noch einen Platz in der Herberge. Nathan: Endlich sind wir da. War das eine Reise! Da muss schon was passieren, dass ich so was noch mal mache. Vater: Nun waren sie da. Die neu Angekommenen schauten sich um und sahen dem regen Treiben in den Straßen der Stadt zu. Die Stadt war überfüllt, die Menschen drängten sich durch die schmalen Gassen. In den Gesichtern konnte man die Rastlosigkeit der letzten Wochen erkennen, angespannt hektisch und rücksichtslos verfolgte jeder sein eigenes Ziel. Händler priesen ihre Ware an und versuchten aus der Situation möglichst großen Gewinn zu ziehen. Händler: Frische Melonen, frische Feigen, Datteln heute morgen gepflückt, greift zu Leute so günstig war's noch nie. Raham: Kannst du mir sagen, wo ich eine Herberge finde. Händler: Mit einer Herberge bist du hier falsch. Du bist nicht der erste der Unterkunft sucht. Da kann ich dir nicht helfen. Sebach: Drängle nicht! Weg da! Ich war als erster an der Tränke! Meine Tiere trinken zuerst. Raham: Mach mal Platz da! Lass mich durch! Ich muss mich um eine Herberge kümmern. Jotam: Das hat sowieso keinen Zweck. Es ist schon alles besetzt. Ich habe es eben schon versucht. Nathan: Es bringt wirklich nichts, ich habe überall nachgefragt--es ist alles voll. Lied: Joseph: Komm Maria, lass uns eine Herberge suchen gehen. Vielleicht finden wir noch was. Maria: Aber Josepf, du hast doch gehört, es ist alles voll. Joseph: Wir versuchen es trotzdem. Vielleicht erbarmt sich jemand über uns. Vater: (liest aus der Lutherbibel) Lukas 2.4-7 Szene 2 Hirte1: Seid mal ruhig! Hört doch. Man kann das Getümmel von Bethlehem bis hier hin hören. Hirte2: Die Unruhe der Stadt mochte ich noch nie leiden. Hirte3: Das hat doch damit nichts zu tun. Solch ein Tumult war noch nie in Bethlehem. Daran ist der Kaiser Augustus schuld. Der mit seiner Volkszählung. Hirte1: Ganz Bethlehem ist überfüllt. Viele schlafen sogar auf den Straßen. Hirte2: Die Leute kommen doch gar nicht mehr zur Ruhe. Das geht jetzt schon seit Wochen so. Nur Hetze und Stress. Man kommt gar nicht mehr zur Besinnung. Hirte1: Wie schön ist es hier. So ruhig, vollkommen abgegrenzt von dem Treiben der Stadt. Hirte2: Stellt euch doch mal vor, in diese Unruhe würde der Messias kommen, wie überrascht doch die meisten wären. Hirte3: Wie schön wäre es doch, wenn er bald kommen würde. Es ist schon so lange her, dass Gott sein Kommen vorausgesagt hat. Hirte2: Ach, wie oft haben wir uns schon darüber unterhalten und bis jetzt ist noch nichts geschehen. Hirte1: Na ja, ich schau mal grad noch nach der Herde. - (dreht sich um, erstaunt/erschrocken) Was ist das denn? Schaut mal! Vater: (sofortiger Einstieg, liest aus der Lutherbibel) Lukas. 2.9-13 Lied: Ehre sei Gott in der Höhe (Nr. 123a) Hirte1: So etwas habe ich noch nie gesehen. Das war der Engel des Herrn! Hirte3: Der Messias ist da! Hirte2: Endlich! Hirte3: Kommt lasst uns hingehen! Hirte1: Wohin denn? Hirte3: Er sprach von der Stadt Davids. Hirte2: Aber das ist doch Bethlehem! Hirte3: Ja, natürlich! Aber -- der Messias in einer Krippe? Hirte1: Jedenfalls sagte der Engel es. Hirte2: Auf, lasst uns hingehen! Das müssen wir sehen. Lied: Nacht über Bethlehem (1. Strophe)( Nr. 469) Hirte2: Los lauft schneller! Ich kann es kaum erwarten ihn zu sehen. kleine Pause Hirte3: Wartet auf mich ich kann nicht so schnell! Hirte1: Sag mal wo laufen wir überhaupt hin? Hirte2: Das wirst du schon sehen, da werden bestimmt sehr viele Leute sein. Hirte3: Der Engel sagte, der Messias liegt in einer Krippe. Ich glaube ich weiß wo ER sein könnte. Vater: (liest aus der Lutherbibel) Lk. 2.16 Lied: (die Geburt Jesu) Heilige Nacht, der Heiland ist geboren (Nr. 451) Hirte1: Das ich das erleben darf! Ich habe den Heilland Israels mit meinen eigenen Augen gesehen. Hirte3: Wie sehr hat sich mein Großvater danach gesehnt, das zu erleben. Hirte2: (überwältigt) Wir haben den Messias gesehen! Hirte1: (laut) Der Messis ist da!! Christus ist geboren!! Sebach: Ruhe! Nathan: Lasst uns gefälligst schlafen, es ist ja noch mitten in der Nacht. Hirte1: Der Messias ist geboren!! Hirte2: Israels Erlöser ist da!! Sebach: Schlaft euren Rausch aus und lasst rechtschaffene Menschen in ruhe. Raham: Was habt ihr gesagt? Der Messias ist da? Hirte3: Wir sind nicht betrunken! Es ist wahr, der Heiland ist da! Wir haben ihn selber gesehen! Nathan: Der Heiland? Hirte3: Ja, als wir heute bei den Herden waren, erschien uns plötzlich der Engel des Herrn. Es umleuchtete uns ein helles Licht. Hirte2: Wir zitterten vor Angst. Aber der Engel sprach: "Fürchtet euch nicht! Siehe, ich verkündige euch große Freude, die allem Volk widerfahren wird; denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der Herr, in der Stadt Davids." Jotam: Hier, in Bethlehem? Hirte1: Ja, er liegt in Windeln gewickelt in einer Krippe! Sebach: Der Messias in einer Krippe? Hirte3: Ja, genau wie der Engel es gesagt hat. Hirte2: Gott hat seine Verheißungen wahr gemacht. Er hat uns den Erlöser geschickt. Hirte3: (ruft) Leute, wacht auf, die Stunde der Erlösung ist gekommen. Lied: Raham: Der Messias, wenn das stimmt, haben die Römer bald nichts zu lachen. Nathan: Sollte es wirklich wahr sein? Jotam: Warum sollte es ausgerechnet diesen Hirten zuerst verkündet worden sein? Sebach: Der Erlöser in einer Krippe? das kann ich mir nicht vorstellen. Nathan: Das war kein Geschwätz, die glauben das wirklich. Vielleicht ist da was dran. Raham: Betrunken waren sie jedenfalls nicht. Eine merkwürdige Geschichte. Kind: Vati, wieso musste Jesus in einer Krippe geboren werden? Vater: Damit alle Menschen, auch die Einfachsten zu ihm kommen dürfen, so wie damals die Hirten. Kind: Die anderen haben ja auch keine Zeit für ihn gehabt, die waren viel zu Beschäftigt. Vater: Genauso ist es oft auch heute. Die Menschen sind so beschäftigt mit den Vorbereitungen für das Weihnachtsfest, dass sie das Geschehen zu Bethlehem nicht mehr wahrnehmen. Der eigentliche Grund zum Feiern, Jesus Christus tritt in den Hintergrund. Lied: ENDE Zu Favoriten hinzufügen (9) | Artikel zitieren | Aufgerufen: 687
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