| Warum Scheich Ali rannte |
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Lena hat, durch viel Trübsal im Leben, Ihren Glauben verloren. Ihr Vater führt Sie durch Gebet und sein Lebenswandel wieder zurück zu Gott. Art: Anspiel Teilnehmer: 5 Dauer: ca.15 min Bibelstelle: Anlass: Gleichniss, Beispiel, Gottes Liebe zum Menschen Sprecher: Scheich Ali residiert zur Zeit in seiner Villa am Stadtrand. Die Villa ist eingebettet in einem herrlichen parkähnlichen Garten. Scheich Ali der Edle sitzt gerade in seinem prunkvoll eingerichteten Arbeitszimmer und kontrolliert die Geschäftsbücher als es dreimal leise an die Tür klopft. Scheich : Was ist. Abdul : Verzeiht meine Störung edler Scheich aber es ist ein Bote des erlauchten Emir von Adullam eingetroffen und möchte euch sprechen. Scheich : Führe ihn in den Empfangssaal! Ich werde ihn sogleich empfangen. Sprecher: Nach einer kurzen Verbeugung geht der Diener. Der Bote kündigt den Besuch des Emirs beim Scheich für den nächsten Abend an. Am nächsten Vormittag sitzt der Scheich wieder in seinem Arbeitszimmer, in ehrfurchtsvollem Abstand steht der treue Diener. Der Scheich schaut öfter mal aus dem Fenster, wo sein kleiner Sohn im Garten spielt. Scheich : Geschäftsbücher, Rechenschaftsberichte, Kontrolle der Konten. Ich habe es zu etwas gebracht weil ich arbeiten und kalkulieren kann. Sogar der Emir von Adullam startet mir heute einen Besuch ab. Ich werde Ihm einen königlichen Empfang geben. Abdul rufe mir den... Sprecher: Der Scheich schaut bei diesen Worten seinem Sohn im Garten zu, wie er springt und läuft und den Bediensteten, die mit seiner Pflege und Erziehung betraut sind keine Ruhe gönnt. Abdul wartet geduldig bis der Scheich mit seinen Gedanken wieder ins Arbeitszimmer zurückkommt, dann sagt er. Abdul : Der edle Scheich wollte eben Anweisungen geben wie der erlauchte Emir zu empfangen sei. Scheich : Ach ja ... Ruf Ibrahim und den Koch ! Abdul : Sofort Ibrahim : (tritt hervor) Sie haben mich rufen lassen. Scheich : Der Emir von Adullam wird heute bei mir zu Abend essen. Ich möchte ihm ein kleines Geschenk machen. Ibrahim : Der Emir hat eine hübsche Tochter die er sehr liebt. Ein schönes Schmuckstück wird sicher gut ankommen. Scheich : Das scheint mir eine gute Idee zu sein. Geh zum Juwellier und besorge was du für richtig hältst, nur denke daran, dass es etwas besonderes sein muss. Ibrahim : Ihr Wunsch ist mir Befehl. (geht) Koch : (tritt hervor) Ihr habt mich rufen lassen. Scheich : Ich möchte heute Abend ein Festessen auf dem Tisch sehen wie es der Emir noch nie gegessen hat. Koch : Ich werde alles veranlassen. Scheich : Gib dir mühe! Du stehst im Ruf der beste Koch des Landes zu sein. Koch : Lasst nur heute Abend euren Gaumen urteilen. Scheich : Abdul, gib dem Gärtner Anweisung die besten Früchte zu pflücken und die Schönsten Blumen zu schneiden und gib Anweisungen das alles hergerichtet wird. Abdul : Es wird geschehen. Sprecher: Der Scheich sieht wieder zum Fenster raus, und beobachtet seinen Sohn, der versucht auf einen Baum zu klettern. Nach einer Weile bemerkt er, dass Abdul wieder im Zimmer ist. Abdul : Es ist alles in die Wege geleitet. Scheich : Gut Abdul. Sag mal, ist der Aufseher der …Felder noch nicht da? Abdul : Er sitzt im Salon. Da ist aber auch noch der Direktor des Havenbetriebes, er sagte es wäre wichtig. Sprecher: Der Scheich empfängt noch mehrere andere wichtige Persönlichkeiten die alle für ihn arbeiten. Er selber braucht sich um nichts persönlich zu kümmern. Er gibt Anweisungen, äußert seine Wünsche und ein Heer von Bedienstete kümmert sich um die Ausführung. Abdul : Ibrahim wie steht es, hast du etwas schönes finden können? Ibrahim : Sieh her ich habe einen schönen Kopfschmuck bekommen können. Nur gut das ich den nicht bezahlen muss. Scheich müsste man sein. Er braucht keinen Finger zu krümmen. Wenn er etwas getan haben möchte, schnippt er einmal mit dem Finger oder sagt ein Wort und schon wird sein Wunsch erfüllt. Zwei Jahre arbeite ich schon für den edlen Scheich, aber während der ganzen Zeit habe ich kein einziges Mal erlebt, dass er irgend etwas selber getan hätte. Das hat er gar nicht nötig, er braucht nur ein Wort zu sagen und schon wird es erledigt. Abdul : Du hast Recht, auch ich habe es noch nicht erlebt, dass er es mal nötig gehabt hätte irgendetwas selber tun zu müssen. Und doch habe ich ihn schon mal etwas höchstpersönlich selber tun sehen. Ich habe gesehen wie er dabei sogar lief und sich nicht scheute sich auf den dreckigen Boden hinzuknien. Ja ich habe gehört wie er vor Anstrengung schwer atmete. Ibrahim : Wirklich? Das kann ich mir ja gar nicht vorstellen. Bitte erzähl mir doch wie sich das zugetragen hat. Abdul : Es war ein ganz normaler Tag, so wie heute. Er gab Anweisungen, kontrollierte die Bücher, hatte Besprechungen, so wie immer halt. Aber plötzlich hörte man einen Schrei und dann das herzerweichende weinen seines kleinen Sohnes. Sein Sohn war unglücklich gesprungen und hatte sich den Fuß umgeknickt. Da hättest du den Scheich einmal sehen sollen. Er drückte nicht die Klingel, er rief auch nicht nach einem Bediensteten. Bevor einer von uns überhaupt begriffen hatte, was passiert war, lief er schon die Treppe herunter am Diensthabenden Boten und an den Türhütern vorbei. Die standen mit offenem Mund da und starrten unserem Herrn nach, wie er die Steinstufen hinab und den Gartenweg entlang rannte. "Ich komme, Junge, ich komme!" rief er, und im nächsten Augenblick beugte er sich zu ihm hinunter, hob ihn vorsichtig auf und achtete sorgfältig darauf, dass der umgeknickte Fuß nirgendwo anschlug. Zärtlich drückte er den lehmverschmierten kleinen Jungen an sich - sein teurer Anzug kümmerte ihn überhaupt nichts. Er ging an uns vorbei und trug den Jungen direkt in sein eigenes Schlaffzimmer. Sprecher: Ibrahim war ergriffen von der Erzählung und es trat eine kurze Pause ein, dann sagte er. Ibrahim : Schau das ist eine schöne Geschichte, sie erinnert mich daran, wie Gott uns Menschen behandelt. Als Gott sah, dass wir Menschen gefallen waren und er feststellen musste, dass des Menschen Herz böse ist von Jugend auf und dass da keiner ist, der Gutes tut, auch nicht einer. Da hat er nicht einen Engel gesandt um den Menschen zu erlösen, auch nicht einen großen Propheten, nein da wurde Gott selber Mensch in Jesus Christus. Obwohl er es nicht nötig hatte, legte er die Herrlichkeit ab und nahm die Knechtsgestalt an, um uns Menschen die Möglichkeit zu geben, mit ihm wieder Gemeinschaft zu haben. Ende Zu Favoriten hinzufügen (10) | Artikel zitieren | Aufgerufen: 668
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