| Die Eselsbrücke |
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Lexa trifft einen Postboten und bezeugt Ihm wie wunderbar der Herr Sie getragen hat. Lexa: Entschuldigen Sie, können Sie mir bitte sagen, wo die DAK ist? Mann: (eilig) Nein, ich habe es eilig. (läuft weiter) Lexa; (schaut hinterher) Armer Mann, was ist er gehetzt. Aber auch die andern Menschen haben unfrohe und vergrämte Gesichter. Könnte ich doch allen die frohe Botschaft des Evangeliums bringen. - Ach, dort kommt gerade ein Briefträger. (geht auf ihn zu) Guten Morgen! Sie können mir doch gewiss sagen, wo die neue Dienststelle der DAK ist, ja? Postbote: Auf der andern Seite das letzte Haus, Nr. 103. Lexa: (froh) Wie schön! Postbote: Warum freuen Sie sich so? Lexa: Das will ich Ihnen gern sagen. Man baut sich doch manchmal eine "Eselsbrücke", um eine Gedächtnisstütze zu haben, um sich irgendetwas besser einzuprägen. Postbote: Na, und was für eine Eselsbrücke ist es denn? Lexa: Psalm 103. Postbote: Lobe den Herrn, meine Seele, und was in mir ist, seinen heiligen Namen. Lobe den Herrn, meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat. Lexa: (überrascht) Da sind Sie ja mein Bruder! Haben Sie den Herrn Jesus lieb? Postbote: Ja! Ich bin Christ! - Aber... Lexa: Aber? Gibt es denn ein "Aber" in Ihrem Leben? Postbote: Ja, wissen Sie, - bei mir stimmt etwas nicht. Ich habe das Loben und Danken verlernt durch einen Prozess, den ich ungerechterweise verloren habe. Es ging um eine Wohnungssache, und ich muss nun wirklich zu Unrecht 250 DM bezahlen. Darüber komme ich einfach nicht hinweg. Ich wollte mit meiner Frau in diesem Jahr endlich einmal verreisen. Jetzt wird es wieder nichts. Meine Frau, - nun ja, sie ist darüber hinweg. Aber ich ärgere mich immer noch daran herum. Lexa: Nun sind Sie im doppelten Sinne mein Bruder! Ich habe nämlich genau dasselbe erlebt und einen Unfallprozess verloren. Ich musste das Zehnfache Ihres Betrages bezahlen, obwohl ich völlig schuldlos bin. Postbote: Und dabei strahlen Sie noch so? Hören Sie mal, das ist doch keine Kleinigkeit! Lexa: Nein, gewiss nicht. Aber nie habe ich den Herrn so gegenwärtig erlebt, wie in den letzten vier Jahren. Immer war, wenn auch oft erst im allerletzten Augenblick, alles da, was ich brauchte. Nie hat der Herr mich im Stich gelassen oder mich jemals enttäuscht. Sogar einen heimlichen Herzenswunsch erfüllte mir der Herr in dieser Zeit: eine Reise nach Oberbayern in die Berge. Wenn Sie noch einen Moment Zeit haben, erzähle ich Ihnen noch ein Erlebnis. Postbote: Gerne, ich muss sowieso in dieselbe Richtung wie Sie. (Szenenwechsel) Lexa: O, ein Telegramm von Christa! Ich habe schon solange nichts von ihr gehört. Vor drei Jahren ist Sie als Missionarin nach China gegangen. (öffnet es) Komme am 18.10. - STOP - 17 Uhr - STOP - warte am Bahnhof - Stop - Christa Der 18.10. ist ja schon morgen! Und ich habe kein Geld mehr, nur noch etwas Brot und Butter. Ich selbst komme schon durch. Aber so lieben Besuch möchte ich gern etwas Besseres vorsetzen. Nun, wenn Gott mir eins seiner geliebten Kinder ins Haus schickt, wird er uns nicht hungern lassen. Sprecher: Am Nachmittag sitzt Lexa in ihrer Dachzimmerwohnung am Tisch und schreibt. Die Zimmertür zum Flur ist offen. Plötzlich fliegt ein 20-DM-Schein durch den Briefkastenschlitz. Lexa sieht es und reißt die Tür auf. Niemand ist zu sehen. Auch als sie die Treppen herunter läuft, kann sie keinen Menschen entdecken. Sie steht vor einem Wunder. Nun kann sie doch ein gutes Essen vorbereiten. Lexa: Christa, ich freue mich dich wieder zu sehen. Wie geht es dir? Christa: Gut! Es ist wirklich schön nach langer Zeit wieder einmal zu Hause zu sein und alte Freunde begrüßen zu dürfen. Lexa: So, dann lasst uns gleich in die Küche gehen. Du hast sicherlich großen Hunger nach der langen Reise. Christa: Das kann man wohl sagen. Mmh, richtig deutsches Essen! Du hast dir sehr viel Mühe gemacht. Lexa: Das haben wir nur Gott zu verdanken. Er hat es uns geschenkt. Sprecher: Lexa erzählt ihrem Besuch von dem Wunder. In den nächsten Tagen muss sie außerhalb der Stadt Hamburg zum Dienst, sie kann nur spät nach Hause kommen. Deshalb überlässt sie Christa ihren Haushalt. Christa: Wenn ich hier so schalten und walten darf, möchte ich so gerne ein paar Mehlpfannkuchen backen. (es klopft) Wer ist denn jetzt da? (öffnet die Tür) Guten Tag, Herr Pastor! Pastor: Guten Tag, Christa! Ich hörte gestern, Du seiest wieder bei Lexa, da dachte ich, du könntest heute im Frauenkreis etwas von deiner Arbeit in China erzählen. Er beginnt in einer Stunde Christa: Gern, ich komme. Pastor: Ja, und in der Jugendversammlung könntest du ein Zeugnis ablegen. - übrigens fehlt eine Schwester in der Kinderarbeit. Würdest du eine Gruppe übernehmen? Sprecher: Von allen Seiten wurde Christa zum Dienst gerufen. Es blieb ihr keine Zeit, um Pfannkuchen zu backen. Am Freitagabend kommt sie müde vom Dienst zurück. Christa: Was ist denn das? Ein Paket vor der Tür? Was ist denn darin? (schaut hinein) Das gibt es doch nicht! Mehlpfannkuchen und Apfelkompott. Das ist sicher ein Geschenk von Gott. Sprecher: Schnell will die Missionarin in die Wohnung hinein. Christa: Merkwürdig, die Tür klemmt. So etwas war noch nie da. Sprecher: Als sie schließlich drinnen ist, liegt etwas Eingewickeltes auf dem Boden. Man hatte es allen Anschein nach durch den Briefkastenschlitz geworfen. Christa: (kniet auf dem Boden, wickelt es auf) Zwei Schweinekoteletts, die isst Lexa doch so gern. Lexa: (Lexa kommt von hinten dazu) Christa, was machst du denn hier? Christa: (dreht sich um und steht auf) Ja, schau nur, was Gott uns schickt! Was ist das für eine wunderbare Wohnung hier: vor der Tür Pfannkuchen und Kompott, hinter der Tür gibt es Koteletts. Lexa: Wie schön! Gleich für das ganze Wochenende hat der Herr gesorgt. (Christa geht, Lexa wendet sich zum Postboten) Wenn der Herr da ist, kommt man aus dem Loben und Danken gar nicht heraus. Versuchen Sie es nur, damit Sie wieder fröhlich werden. Postbote: Ihre Eselsbrücke werde ich nie mehr vergessen. Wir haben beide einen Prozess verloren, aber bei Ihnen hat der Herr den Prozess gewonnen, das sieht man. Lexa: Ihnen bietet der Herr heute dasselbe an: Psalm 103! Postbote: Ich bin Gott dankbar für diese Begegnung. Lexa: Und, nicht wahr, wenn wir auch irdische Prozesse verlieren, was macht's! Wenn Christus nur in uns Raum gewinnt! Wenn alles nur dazu dient, Ihm näher zu kommen, Ihn in seiner Liebe besser kennen zu lernen! Postbote: Ich danke Ihnen! Da drüben ist die Dienststelle der DAK. Lexa: Grüßen Sie Ihre liebe Frau und sagen Sie ihr, wie wunderbar der Herr helfen kann. Auf Wieder sehn! Postbote: Natürlich erzähle ich ihr von der hi1lfreichen Eselsbrücke: Psalm 103! Auf Wieder sehn! ENDE Zu Favoriten hinzufügen (11) | Artikel zitieren | Aufgerufen: 731
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