Gottes Wirken
Dem Vater vertrauen
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Stellt euch vor, ein mißtrauisches Kind habe sich in den Kopf gesetzt, sein Vater wolle nicht für seine tägliche Nahrung sorgen. Es kommt zu seinem Vater und sagt zu ihm: „Vater, gib mir so viel Geld, dass es für die nächsten zehn Jahre zu meinem Unterhalt ausreicht, denn dann bin ich erwachsen und kann für mich selber sorgen. Gib mir das Geld, damit meine Sorgen und Zweifel behoben werden; es ist mir sehr daran gelegen“.Der Vater antwortet: „Mein Kind, warum sollte ich das tun?“ Die Antwort: “Es tut mir leid, lieber Vater, dass ich es sagen muß, aber ich habe kein Vertrauen zu dir. Ich fürchte, du läßt mich eines Tages verhungern, und darum wär’s mir lieb, wenn ich ein sicheres Kapital auf der Bank hätte“ Wer von euch Vätern würde auf solche Bitten eines Kindes hören, wenn es so dächte? Ihr würdet sehr betrübt sein, dass solche Gedanken einem eurer Lieben in den Sinn kommen konnten. Aber ihr würdet und könntet auf keinen Fall nachgeben. Wendet nun dies Gleichnis auf euch selber an. Habt ihr noch nie Gott um etwas gebeten, was auf’s Gleiche hinaus läuft? Ihr seid unfähig gewesen, Gott zuzutrauen, dass er euch Tag für Tag Euer täglich Brot zukommen lasse, und darum habt ihr euch abgemüht um das, was ihr „einen Notgroschen“ für die Zukunft nennt. Ihr wollt einen zuverlässigeren Fürsorger als die Vorsehung, eine bessere Bürgschaft als Gottes Verheißung. Ihr seid nicht imstande, eurem himmlischen Vater aufs Wort zu glauben? Ein paar Pfandbriefe irgendeines x-beliebigen fast zahlungsunfähigen Staates betrachtet ihr als zuverlässiger? (C.H.Spurgeon 1834-1892; aus: Wie in einem Spiegel) |
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