Gottes Wirken
Der Psalm des Hirten
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Es gibt eine Geschichte über einen alten und einen jungen Mann, die gemeinsam auf einer Bühne vor Publikum standen. Ein besonderer Teil des Programms wurde präsentiert. Beide Männer sollten aus dem Gedächtnis Psalm 23 aufsagen. Dann trat der alte Mann, auf seinen Stock gestützt, auf der Bühne nach vorne und wiederholte mit dünner, zitternder Stimm die gleichen Worte. Als er sich wieder setzte, hörte man von den Zuhörern nicht den kleinsten Laut. Die Leute wischten sich die Tränen aus den Augen, während sie offenbar beteten. Als die Stille andauerte, trat noch einmal der junge Mann vor und sagte: „Liebe Freunde, ich möchte das gerne erklären. Ihr habt mich um euren Applaus gebeten, den Psalm noch einmal zu wiederholen, aber als mein Freund fertig war, seid ihr still geblieben. Wo der Unterschied lag? Ich will es euch sagen. Ich kenne den Psalm, aber er kennt den Hirten des Psalm“. (Robert Strand; aus: Ein Liebesbrief vom Himmel) Psalm 23 Der Herr ist mein Hirte; mir wird nichts mangeln. Er weidet mich auf grünen Auen Und führt mich zu stillen Wassern. Er erquicket meine Seele, er führt mich auf rechter Straße um seines namens willen. Und ob ich schon wanderte im finsteren Tal, fürchte ich kein Unglück; denn du bist bei mir, dein Stecken und dein Stab, die trösten mich! Du bereitest vor mir einen Tisch angesichts meiner Feinde; Du hast mein Haupt mit Öl gesalbt, mein Becher fließt über. Nur Güte und Gnade werden mir folgen mein Leben lang, und ich werde bleiben im Hause des Herrn immerdar. (Schlachter-Übersetzung) |
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