| Alles verloren? |
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Franz hat ALLES verloren. ALLES! Da kommt ein Prediger und geht der Sache auf den Grund. Hat er wirklich alles verloren? Oder ist da doch noch etwas da? Prediger sitzt in seinem Zimmer. Es klopft. Franz tritt ein. Franz: Guten Morgen, Herr Pastor. Prediger: Guten Morgen Franz. Du machst ja ein Gesicht, ist etwas passiert? Willst du es mir nicht sagen? Franz: Ja, gerade deshalb bin ich gekommen. Es ist meine Ernte, meine gute Ernte. Das heißt, bis gestern standen meine Getreidefelder großartig, beinahe reif zum Schneiden. Dann kam der Hagel und innerhalb von fünf Minuten hat er mir alles genommen. Alles! Alles ist weg! Prediger: Franz, es tut mir wirklich leid, dass du alles verloren hast. Alles - also ist deine Frau gestorben. Franz: Meine Frau? Nein, doch nicht! Prediger: Ja, und deine Kinder auch. Du hast deinen guten Ruf in der Umgebung verloren, weil man dir gewisse Dinge nachredet. Franz: (empört) Wieso? Ist doch gar nicht wahr! Prediger: Doch. Sagtest du nicht, du hättest alles verloren, was eigentlich Wert hat. Du hast eine liebe Frau, die dir treu zur Seite steht. Du hast vier gesunde Kinder, die alle gut lernen. Du hast Ansehen in der Gemeinde, weil du versuchst dem Herrn völlig zu dienen. Auch hast du nicht dein ganzes Einkommen verloren, sondern nur die Getreideernte. Da sind ja noch die Kühe und die Hühner, die euch Einkommen bringen. Weißt du, Franz, mit Geld können wir uns vieles im Leben kaufen, aber nicht alles. Wir können uns ein Bett kaufen, aber nicht den gesunden Schlaf; Bücher, aber nicht den Verstand, um das Gelesene zu verstehen; Nahrungsmittel; aber nicht den Appetit; Medizin; aber nicht die Gesundheit; ein Haus, aber nicht ein glückliches Familienleben; den Genus der Welt; aber nicht den Frieden mit Gott! Franz: Ich verstehe schon. Verzeiht mir, dass ich so unbedacht war. Ich habe das wichtigste in meinem Leben nicht wertgeschätzt. Weil ich mich zu sehr mit dem Verlust der Ernte beschäftigte, unterließ ich es Gott für die vielen anderen Gaben und Freunde zu danken. Jetzt ist es mir klar, dass ich ein reicher Mann bin. Prediger: _______ und ______, wir wünschen, dass ihr in eurem Leben, nie das Danken vergesst, denn, die glücklichsten Menschen sind nicht die, die am meisten haben, sondern, die am meisten Danken können. ENDE Zu Favoriten hinzufügen (9) | Artikel zitieren | Aufgerufen: 786
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