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Karin liegt im Krankenhaus, sie bestaunt die vielen Blumen und Karten die man ihr geschenkt hat. Die Olga die neben Ohr liegt hat noch nichts bekommen. Sie beschließt sich mit ihr anzufreunden. Wird ihr das gelingen? Art: Anspiel, Anspiele, Sketsch, Sketsche Karin: Was für ein aufregender Besuch dies war! Schwester Maria hat so eine frohe Art. Martha: Wie wäre es mit einer Unterbrechung, Frau Simon? Ein Glas Saft? Ich habe auch einen Brief für sie. Karin: Das ist ein willkommener Anblick. Danke! Martha: Gern geschehen. Sie sehen heute gut aus. Sie haben seit ihrer Operation gute Fortschritte gemacht. Autor: Die Krankenschwester schritt von Bett zu Bett. Dann ging sie hinaus und es war wieder alles still. Als Karin sich dann im Zimmer umsah, Bemerkte sie, dass ihr Bett und die von zwei Zimmergenossinnen von schönen Karten und Geschenken von Freunden und Angehörigen umgeben waren. Dann blickte sie zu Olga's Bett rüber. Ihr Tisch war von keinem Geschenk oder Karte geschmückt. Karin: (denkend) Die arme Olga. Ich glaube, sie hat die ganze Woche über keinen einzigen besuch gehabt. Ob sie keine Freunde hat? Autor: Dann kam das Mittagessen und es ergab sich die Gelegenheit zu einen Gespräch. Karin bemerkte, wie Olga mit Mühe aufstand, dann langsam durch das Zimmer ging und sich auf einen Stuhl sinken ließ. Karin: Macht es ihnen etwas aus, wenn ich mich neben Sie setze, um mein Mittag zu essen, Olga? Olga: Nein. Karin: Wie fühlen Sie sich heute, Olga? Olga: Mein Rücken tut mir sehr weh. Karin: Das tut mir leid vielleicht können die Ärzte Ihnen helfen. Olga: Die Ärzte tun nichts. Sie geben mir nur Medikamente, das ist alles. Karin: Haben Sie Angehörige? Olga: Ich habe nicht geheiratet. Meine Schwester und ich leben zusammen, und das ist alles, was ich habe. Sie kann mich nicht besuchen, weil sie nicht Auto fahren kann. Ich bin so einsam! Karin: Es ist schön, dass Sie eine Schwester haben, mit der Sie zusammen sein können, nicht wahr? Denken Sie auch stets daran, dass Jesus immer nahe ist und ihr Freund sein will. Autor: Karin setzte ihr leeres Tablett auf den Tisch und sank auf ihr Bett. Sie war von Mitleid für die arme Olga erfüllt, die keine Freunde hatte. David: Guten Tag. Womit sind die Gedanken meiner guten Frau heute so beschäftigt? Sie hat nicht einmal gemerkt, dass ihr Mann ins Zimmer getreten ist. Karin: Ach, guten Tag, David. Ja, ich war in Gedanken versunken und ich bin so froh, dass du hier bist. Ich bin so froh und dankbar, dass ich dich habe. (leise) Stell dir vor, ich hätte keine Freunde, David. Sieh nur all meine Karten. Soviel Freunde, die Anteil nehmen und für uns beten. Ich bin so dankbar. Ich habe heute mit Olga gesprochen und es scheint, sie hat überhaupt keine Freunde. Was können wir für sie tun? David: Wir können ihre Freunde sein, nicht wahr? Ich bin froh, dass du mit ihr gesprochen hast. Freunde sind wirklich eine köstliche Gabe. Autor: Die nächsten Tage vergingen schnell. Karin versuchte ihr Bestes, sich mit Olga zu befreunden, aber mit wenig Erfolg. Als ihre Zeit um war und sie das Krankenhaus verlassen durfte, packte sie ihre drei blühenden Pflanzen in einen Karton. Wie sie diese schätzte - Geschenke von drei liebenden Freundinnen. Plötzlich hielt sie inne. Karin: Warum sollte ich nicht eine Olga schenken. Diese hübsche rosa Pflanze von meiner Mutter? - Dies ist für Sie, Olga. Ich habe mich gefreut, Sie kennenzulernen, und ich möchte Ihnen diese Pflanze schenken Autor: Olga traten die Trännen in die Augen, als sie Worte des Dankes murmelte. Olga: Sie sind die erste Freundin, die ich seit Jahren habe. Bitte kommen Sie und besuchen Sie mich mal. Karin: Das werden wir bestimmt machen. Auf Wiedersehen. Autor: Auf dem Heimweg sagte Karin zu ihrem Mann: Õ Karin: Wir wollen sie so bald wie möglich besuchen, David. Sie tut mir so leid. Ich kann wenigstens dafür sorgen, dass sie eine Freundin hat. David: Das stimmt, wir, die wir so reich durch Freunde gesegnet sind, können Olga helfen, diesen Segen ebenfalls zu genießen. Autor: Auch ihr, liebes Brautpaar, sorgt dafür, anderen Freunde zu sein und die Gemeinschaft der Freunde nicht zu unterbrechen, denn in der Gemeinschaft kann man am besten voneinander lernen. ENDE Zu Favoriten hinzufügen (11) | Artikel zitieren | Aufgerufen: 1670
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