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Also lasset euer Licht leuchten vor den Leuten PDF Drucken E-Mail
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Michael ist sein 20 Jahren bekehrt. Obwohl er ständig im Dort davon erzählt bekehrt sich keiner. Eines Tages macht ein Fremder ihn darauf aufmerksam dass etwas nicht stimmt mit seinem Glauben. Michael prüft sich und ...

Art: Anspiel
Teilnehmer: 7
Dauer: bis 10 min
Bibelstelle: Matthäus 5,16 
Anlass: Licht sein in der Welt.

Autor: Begeben wir uns hinter einen der verschneiten Gipfel des Gebirges, das das Land durchzieht, in ein Tal. In einem der Dörfer lebte vor Zeiten ein Bauer, der hieß Michael. Er redete oft und gern von seiner Bekehrung, denn er war stolz darauf. In seinem Dorf aber gab man nicht viel auf seine Reden, und so ging er am Sonntag in das Nachbardorf, wo seine Gemeinschaft war. Dort leitete er solche Gemeinschaften, klagte aber oft über seine Dorfgenossen und betete um ihre Bekehrung. Eines Sonntags fragte ihn ein Fremder:

Fremder: Wie lange sind Sie schon bekehrt?

Michael: Zwanzig Jahre!

Fremder: Und haben Sie im gleichen Dorf gewohnt?

Michael: Ja, natürlich.

Fremder: Und in dieser ganzen Zeit hat sich niemand bekehrt?

Michael: Nein, das ist ja der Grund, meiner Traurigkeit.

Fremder: Da ist wohl an Ihrem Christentum etwas nicht in Ordnung.

Michael: (aufgeregt) Hat mich jemand verklagt?

Fremder: Nein, keines Wegs. Aber ich vermute dass Sie etwas falsch machen. (geht weg)

Michael: (geht langsam) Hat der Fremde vielleicht recht? Ich bin ja doch oft zornig, und dann schimpfe ich, dass das halbe Dorf es hört. Oft höre ich die Leute hinter meinem Rücken sagen: Der Michael hat wieder seine schlechte Laune. Wieso brause ich bloß immer wieder auf? Das ist ja beschämend, und ich mache es doch immer wieder. Der Fremde hat recht gehabt. So können sich die Leute ja auch nicht bekehren. Sie wollen nicht Christ werden, jedenfalls nicht solch einer wie ich, wenn ich so oft schimpfe. Jetzt sehe ich: Es ist Sünde! Sünde! Oh, Herr ich habe gesündigt! Bitte verzeihe dass ich, die ganze Jahre das verstreute was du sammeln wolltest, dass ich die Leute durch meinen Wandel von dir wies! Herr, bitte vergib! Ich will mit deiner Kraft ein neues Leben anfangen!

Autor: Und Gott erhörte sein inniges Flehen. Er gab ihm Kraft ein völlig neues Leben mit ihm anzufangen. Er gab ihm Kraft über die Sünde die immer wieder vor seiner Herzenstür stand Herr zu sei. Er gab ihm Kraft zur Selbstbeherrschung in herausfordernden Situationen. Als er am Montagmorgen auf den Hof kam, sah er Werkzeuge, die der Knecht vergessen hatte aufzuräumen. Er fühlte es in sich heiß und kalt aufsteigen; früher hätte er geschimpft. Jetzt aber blieb er still, ging über den Hof bis er den Knecht fand und sagte ruhig zu ihm:

Michael: Herbert, mein treuer Knecht, kannst du nachher die Werkzeuge auch noch aufräumen?
Knecht: Ach ja, das habe ich vergessen, aber es soll nicht wieder vorkommen. (Michael geht) (nachdenklich) Was ist mit ihm passiert, so ruhig und gelassen war er seit langem nicht mehr. Ich hätte ihm heute aber die Wahrheit gesagt, hätte er nur angefangen zu Schimpfen. Aber wer hätte das gedacht?

Autor: Als der Bauer in die Küche kam, ließ die Magd soeben eine Schüssel fallen.

Magd: (in Gedanken) Das gibt gleich wieder einen Riesen Krach. Aber ich lass mir nicht alles bieten. Wenn er mir zu grob wird kündige ich, schließlich komme ich aus einer guten Familie.

Michael: Oh, ist dir etwas hingefallen? Ach das ist nicht so schlimm. Fege die Scherben nur zusammen, ich kaufe eine neue Schüssel.

Magd: Es tut mir leid, um die schöne Schüssel, sie wird bestimmt viel gekostet haben. Ich hätte besser aufpassen sollen.

Michael: Da mach' Dir mal keine Gedanken drum, ich kaufe eine neue.

Autor: Am Abend klopfte es an der Haustür. Michaels Frau öffnete die Tür. Es war ihr Nachbar, der Schmied.

Schmied: Wo ist den Ihr Mann den ganzen Tag?

Frau: Ja, wo ist er wohl, ich denke irgendwo im Haus.

Schmied: Ich habe ihn heute ja noch gar nicht schimpfen gehört.

Frau: Er sagt, er habe vom Herrn Jesus die Gewissheit bekommen, dass er nicht mehr böse werden müsse.

Schmied: Wir wollen noch eine gewisse Zeit abwarten, das Beten ist ihm wohl in den Kopf gestiegen.

Autor: Als aber Michael bis zum Mittwoch nicht mehr schimpfte, wurde es den Nachbarn doch merkwürdig. Der Bürgermeister nahm sich vor Michael auf die Probe zu stellen und absichtlich zu ärgern. Bald schien das ganze Dorf gegen Michael zu sein. Die Fenster wurden beschädigt und man trieb allerlei böse Streiche. Michael aber blieb ruhig. Er hatte von Gott die Macht über die Sünde bekommen. Am Samstag kam der Schmied wieder.

Schmied: Michael, wir kennen uns schon lange, wir haben ja auch zusammen auf einer Schulbank gesessen, aber jetzt bist du einfach anders geworden. Sag mal, wie kam es eigentlich dazu?

Autor: Nun war das Eis geschmolzen. Michael erzählte dem Nachbarn von seiner echten Umkehr. Beide lasen Gottes Wort und beteten zusammen. Und als sie Amen sagten, da sagte noch eine Stimme 'Amen', nämlich die seiner lieben Frau, welche in der geöffneten Tür stand.

Frau: Mann, wie hast du mich gequält all die Jahre hindurch! Ich habe die Hölle auf Erden gehabt. Aber die letzte Woche haben wir gelebt wie im Paradies!

Autor: Nun war die Gemeinschaft gegründet. Seine Frau und der Schmied waren die ersten, nach Michael, die Gott lobten und ein anderes Leben anfingen. Danach kamen aber noch mehr hinzu. Also lasset euer Licht leuchten vor den Leuten, dass sie eure guten Werke sehen, und euren Vater im Himmel preisen. Matthäus 5,16


ENDE

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