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Assam macht ein Geschäft PDF Drucken E-Mail
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Assam möchte soo gern ein Jesusbuch haben. Er weis nur nicht wie er es bekommen könnte, denn Geld hatte er nicht. Eines Tages hatte sein Freund eine tolle Idee...

Art: Anspiel
Teilnehmer: 3
Dauer: bis 15 min
Bibelstelle: 
Anlass: Gottes Wort wertschätzen, Gott spricht durch sein Wort.

Assam macht ein Geschäft

Sprecher: Schnell sprang Assam von seinem Lager auf. Es war gewiss schon Zeit, zur Schule zu gehen. Oh, was hatte er heute lange geschlafen! Er zog sich an, aß eilig seine Banane und verließ dann die Hütte. überall traten die Kinder aus den Hütten. Sie wussten, dass es in Afrika noch nicht überall Schulen gibt. Deshalb waren sie stolz darauf, dass sie lernten, was man mit Zahlen alles machen und wie man aus Buchstaben Worte und Sätze bauen kann. Assam machte jeden Morgen einen kleinen Umweg und holte Mulba ab. Mulba und er waren gute Freunde. Zur Schule gingen sie immer gemeinsam, und in ihrer freien Zeit streiften sie durch den Urwald. Da gab es immer etwas zu erleben. Jetzt waren sie auf dem Weg zur Schule. Mulba trug ein Buch auf dem Kopf. Assam besaß keins, er war zu arm, um sich eins zu kaufen. Jeden Tag bekam er vom Lehrer ein großes Blatt Papier, auf das die Aufgaben geschrieben waren. Er ging noch nicht lange zur Missionsschule und besaß auch noch keine Tafel. Aber es gab noch mehrere Kinder, die keine Tafel hatten. Draußen vor der Missionsschule war ein großer, freier Platz, dort schrieben sie in den Sand. Jeder war stolz, wenn er einem anderen Kind erklären konnte, was die Buchstaben erzählten. So lernte auch Assam bald lesen. Die afrikanischen Kinder hatten aber kein Geld, um den Unterricht zu bezahlen. Manchmal brachten sie einige Eier, eine Flasche …l, einen Korb mit Früchten oder auch Antilopenhörner, um ein Buch zu kaufen. Assam hatte seine Mutter schon oft gebeten, ihm etwas für ein Buch zu geben, aber bis jetzt hatte er noch nichts bekommen. Doch besaß er etwas, das andere nicht hatten. Vor einiger Zeit hatte er eine schöne, neue, gestreifte Jacke geschenkt bekommen, außerdem eine Filzmütze und ein Paar Schuhe. Darauf war er sehr stolz. Kein anderes Kind besaß solche Schätze. Mulba dagegen war stolzer Besitzer einiger Bücher. Er hatte auch eine Bibel, die er Jesusbuch nannte.

Assam: Ich wollte, ich hätte auch so ein Jesusbuch, Mulba. Denn wie kann ich zu Jesus gehören und Seinen Weg gehen, wenn ich das Buch nicht habe, das von Jesus erzählt?

Sprecher: Bevor er sich an diesem Abend schlafen legte, musste er immer wieder an das Jesusbuch denken. Vielleicht würde Gott ihm helfen, dass er sich irgendwo durch eigene Arbeit das Jesusbuch verdienen konnte. Eine lange Zeit verging. Die beiden Freunde gingen nach den Ferien zum ersten mal wieder zu Schule. Assam sah während des ganzen Weges zu Boden und sagte kein Wort.

Mulba: Was ist mit dir?

Assam: Ach, es ist wegen des Jesusbuches. Wenn unsere Bäume Früchte getragen hätten und die Hühner mehr Eier legten, dann könnte ich eins kaufen. Ich habe auch keine Leoparden zähne oder Antilopenhörner, die ich gegen das Buch tauschen könnte.

Mulba: Ich weiß aber was du hast. Dafür könntest du gewiss das Jesusbuch bekommen. Kannst du nicht deine gestreifte Jacke verkaufen, deine Mütze oder deine Schuhe? Die beiden Söhne des Häuptlings würden sie bestimmt haben wollen.

Assam: (jammernd) Aber denk doch, die schönen Sachen. Ich möchte lieber für den Lehrer arbeiten, um so das Jesus-Buch zu verdienen. Ich kann mich doch nicht von den Dingen trennen, um die mich alle beneiden!

Sprecher: Beide gingen schweigend weiter. Jeder überlegte, wie man am besten zu dem Buch kommen könnte. Dann meinte Mulba:

Mulba: Aber eines Tages passt dir deine Jacke nicht mehr. Oder denkst du, du könntest sie immer tragen? Das Jesusbuch aber will dir den Weg zum Himmel zeigen und in deinem Herzen sein. Es will dir auf deinem Weg leuchten. Es erzählt dir von Gott, der den Himmel und die Erde geschaffen hat. (…öffnet seine Bibel) Sieh, Assam, hier steht es: Jesus ist der Weg, die Wahrheit und das Leben, nur durch Ihn kannst du zu Gott kommen. Kannst du wirklich etwas lieber haben als dieses Buch - deine gestreifte Jacke etwa?

Assam: (zögernd) Du hast recht, wenn ich den Handel abschließen könnte, wäre mein größter Wunsch erfüllt.

Sprecher: Wenige Tage später hatten sie sich mit den beiden Häuptlingssöhnen verabredet. Die willigten auch gleich in das Geschäft ein. Sie hatten Assam schon immer um seine Jacke beneidet. Jacke, Mütze und Schuhe bekamen, noch stolzere Besitzer. Assam ging von jenem Tag an wieder barfuss mit seinem Freund Mulba in die Schule. Aber auf dem Kopf trug er sein Jesusbuch.

Mulba: Würdest du das Buch für zwei Jacken wieder hergeben?

Assam: Nicht für viele Jacken, nicht für alle Mützen und Schuhe in der Welt. Dieses Buch spricht zu mir, es ist eine Botschaft an Assam.



ENDE

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