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Die Frucht des Geistes PDF Drucken E-Mail
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Jan wird zu einer Zeltevangelisation eingeladen. Dort spricht ihn Gott an dass er es doch endlich ernst mit Gott machen sollte. Und er versucht es.

Art: Anspiel, Anspiele, Sketsch, Sketsche
Teilnehmer: 9
Dauer: bis 20 min
Bibelstelle: Galater 5,22 / 1. Kor. 3,12 / Eph. 4,32 / Phil. 1,27-29
Anlass: Mission, Jugend, Nachfolge, Frucht des Geistes

Szene 1

Ruth:                Darf ich dir eine Einladung geben?

Person 1:         (mißtrauisch) Wofür?

Ruth:                Für die Zeltmission. Es ist wirklich interessant. Komm doch auch.

Person 1:         Mmh. Ich weiß nicht. Mal sehen. (nimmt den Zettel mit)

Tim:                 Hallo, möchtest du auch eine Einladung?

Esther:             (schaut hin) Ach, zur Zeltmission. Da war ich gestern schon. Ich komme heute wieder. (Pause) Darf ich ein paar Einladungen für meine Bekannten mitnehmen?

Tim:                 Ja, sicher. Sehr gerne. Schön, dass du mitmachst - (Ein weiterer Passant kommt.) Hier bitte, für Sie auch eine?! (Person 2 nimmt die Einladung, wirft einen verächtlichen Blick auf Tim, zerreißt die Einladung)

Ruth:                Hast du schon etwas von der Zeltmission gehört?

Jan:                  Nee, brauch ich nicht!

Ruth:                Warum denn nicht?

Jan:                  Ich bin doch schon Christ.

Tim:                 (kommt dazu) Das ist ja schön. Dann kommst du sicher auch heute Abend??

Jan:                  (lässig) Nee, ich glaub' nicht. Ich kenne das ja schon. Ich bin schon Christ.

Ruth:                Aber, das ist doch nicht nur für Ungläubige...

Tim:                 Christen brauchen immer wieder Speise für ihre Seele.

Ruth:                Komm doch einfach mit. Wir holen dich auch ab!

Jan:                  (froh) Überredet. (grinst, die drei gehen ins Publikum, Lied, Prediger geht hoch)

Szene 2

Prediger:          (Gleichnis Sämann --> Galater 5,22 + 1. Kor. 3,12) Welche Frucht bringst du? (Schall, redet ohne Mikro weiter, Schlußworte, Klavier, in dieser Zeit spricht Jan)

Jan:                  Frucht? (Echo) Bringe ich Frucht? - z. B. Liebe - Ja, ich fahre jede Woche mit meiner Mutter einkaufen. Friede - ja, eigentlich auch, ich fange nie einen Streit an...

Gewissen:        (unterbricht) Aber, was trägst du dazu bei, dass der Streit geschlichtet wird?

Jan:                  (betroffen) Ich glaube nichts. Aber Freundlichkeit, ich versuche doch höflich zu sein.

Gewissen:        Seid aber untereinander freundlich, herzlich und ver-gebet einer dem andern, gleich wie auch Gott euch ver-geben hat in Christus. Eph. 4,32

Jan:                  Freundlich, herzlich und Vergeben - gehört das zusammen? Dann darf ich auch hinter ihrem Rücken nichts über andere herziehen.

Gewissen:        Und Geduld?

Jan:                  Nein, ich bin nicht immer geduldig, ich brause viel zu schnell auf. Gerade heute habe ich meine Schwester angeschrien, weil sie wieder mal rumtrödelte.

Gewissen:        (bestimmt) Und - wie war das mit der Liebe?

Jan:                  Wieso mit der Liebe? Willst du etwa abstreiten, dass ich mit meiner Mutter einkaufen fahre?

Gewissen:        Nein. Aber tust du es nicht zu eigenem Nutzen? Bekommst du nicht immer einen vollen Tank dafür?

Jan:                  Mmh. Ja, - du hast ja recht.

Gewissen:        Und die Liebe...

Jan:                  ...sucht nicht das Ihre.

(Klavier zu Ende, Ruth und Tim stehen auf)

Ruth:                Hey Jan! Willst'e nicht mit, der Gottesdienst ist zu Ende.

(Jan steht verwirrt auf, die drei gehen wieder hoch)

Tim:                 Ach übrigens Jan, wir haben jetzt noch einen Teeabend, mit ein paar Jugendlichen. Willst du nicht auch kommen?

Ruth:                (begeistert) Ja klar. Komm doch mit!

Jan:                  Danke, aber ich möchte jetzt gerne allein sein. Tschüß!

Tim:                 Ist in Ordnung. Können wir uns mal wiedersehen?

Jan:                  Gerne! (geht weg)

Ruth:                Tim, findest du nicht auch, dass Jan ein wenig seltsam war?

Tim:                 Ich meine eher, dass er nachdenklich war.

Ruth:                Ob die Predigt ihn angesprochen hat?

Tim:                 Ich denke schon. Laßt uns doch einfach für ihn beten.

Ruth:                Wir können es ja den andern auf dem Teeabend auch erzählen. (geht weg)

Szene 3

Anja:                Oh! Hallo Jan. Du bist schon da?! Ich wollte nur mal gerade dein Radiergummi ausleihen.

(Jan sitzt am Tisch und ist beschäftigt. Anja nimmt das Radiergummi, geht weg. Jan sieht ihr nach.)

Anja:                (kommt wieder) Jan, mein Lineal ist gerade zerbrochen, ich brauche mal deins. (nimmt das Lineal, will gehen)

Jan:                  Moment mal. Ich brauche es selber.

Anja:                Ich bring's gleich wieder. (geht weg) - Jan...

Jan:                  Wo ist mein Lineal?

Anja:                Eh, ähm... Du ich brauche deinen Taschenrechner.

Jan:                  Wo ist mein Lieneal?

Anja:                (stottert) Ich,... äh.... also...

Jan:                  (unterbricht) Jetzt reicht's mir aber! Erstens: Hast du anzuklopfen, wenn du in mein Zimmer kommst. Zweitens: hast du zu fragen, wenn du was von mir willst. Drittens:...

Anja:                Ist ja schon gut. (geht weg)

Jan:                  Ständig platzt sie hier herein. Jetzt habe ich auch noch den Fanden verloren. Wo war ich denn - ach hier: (liest Eph. 4,32) Oh nein. Jetzt habe ich mich schon wieder gehen lassen, und dabei wollte ich doch lernen, geduldig und freundlich zu sein. Wie kann ich das wieder gut machen?

(Pause)

Anja:                (klopft) Jaan...

Jan:                  Komm 'rein. Setz dich, bitte.

Anja:                (trotzig) Nee, ich bleib lieber stehen - (mißtrauisch) Was willst du?

Jan:                  (verlegen) Weißt du, - ich war vorhin nicht nett zu dir. Verzeihst du mir? (Anja guckt total erstaunt.) Es tut mir wirklich leid. Bitte vergib mir.

Anja:                Sag mal, was ist denn mir dir los? So kenne ich dich ja garnicht.

Jan:                  (betroffen) Ja, ich weiß. Aber das soll sich jetzt ändern. Hör mal: (liest Eph. 4,32)

Anja:                (nachdenklich) Das finde ich gut. (holt die Sachen, verlegen) Du, ich wollte dich eigentlich nur ärgern.

Jan:                  Ist schon in Ordnung. Kann ich dir vielleicht bei deinen Aufgaben helfen?

(Musik)

Szene 4

Esther:             Mensch Anja, du hattest heute ja alle Aufgaben richtig!

Anja:                Ja, jetzt habe ich es endlich kapiert. Und rate mal, wer mir dabei geholfen hat.

Esther:             Keine Ahnung. Dein Vater?

Anja:                Nein, weiter! (Esther zuckt mit den Schultern, Anja platzt los) - Mensch, mein Bruder!

Esther:             Doch nicht etwa Jan? Das gibt's ja wohl nicht.

Anja:                Doch! - Du, eigentlich verstehe ich das selbst nicht. Er hat sich irgendwie verändert. - Du, er hat sich sogar bei mir entschuldigt, obwohl ich ihn geärgert habe.

Esther:             Das finde ich ja toll. Seit wann denn?

Anja:                Ich weiß nicht. Aber letzte Woche ging er jeden Abend weg. Seitdeãm ist er viel freundlicher.

Esther:             Ich weiß du magst nicht davon hören, aber letzte Woche wurde ich nach der Zeltmission noch zum Teeabend eingeladen. Ich wurde ganz herzlich aufgenommen. Zum Schluß sagte Ruth - ich hab' dir doch von ihr erzählt, - dass wir noch für Jan beten sollten.

Anja:                Oh, es klingelt. Schade, dass die Pause schon zu Ende ist. Erzählst du mir später weiter?

Esther:             (freudig) Ja, natürlich!

Szene 5

Mike:               Du, Jan! Morgen steigt bei mir 'ne Fete. Du kommst doch auch, 'ne?

Jan:                  Nee, morgen habe ich schon einen Termin!

Mike:               Oh, was hast du denn vor?

Jan:                  Wir treffen uns mit ein paar Jugendlichen.

Mike:               Und, was macht ihr denn so?

Jan:                  (stottert) Ja, wir..., hm...

Gewissen:        (mahnend) Jan, laß das herausreden. Denke an den Vers: Wer mich bekennt vor den Menschen, den will ich auch bekennen vor meinem himmlischen Vater.

Jan:                  (strafft die Schultern, holt tief Luft) Ja, also wir setzen uns zusammen, lesen in der Bibel und unterhalten uns darüber.

Mike:               (spöttisch) Ha, du liest Bibel - das steht dir nicht. Ach komm, das war ein schlechter Witz. Was bringst du mit?

Jan:                  Nein, ich komme wirklich nicht.

Mike:               Das verstehe ich nicht. Was hast du, dir denn für Flausen in den Kopf gesetzt?

Jan:                  Ja, weißt du, letzte Woche war Zeltmission...

(Musik)

Szene 6

(große Runde, Esther, Ruth und Tim sitzen am Tisch)

Ruth:                Wo bleiben die beiden denn?

Esther:             Sie sind doch sonst so pünktlich!

Tim:                 Die werden schon kommen.

(Anja und Jan kommen)

Ruth:                Da seid ihr ja endlich!

Jan:                  (niedergeschlagen) Ja, entschuldigt bitte!

Anja:                Oh, dieser Mike! (Jan stößt sie an) Was ist denn, er ist doch wirklich schuld.

Jan:                  (traurig) Ach, sei still.

Ruth:                Wie, jetzt verstehe ich garnichts mehr.

Esther:             Wieso, was ist denn passiert?

Anja:                Was passiert ist?...

Jan:                  (unterbricht) Ach, laß doch.

Anja:                Überstunden mußte er machen...

Jan:                  Warte mal. Ich erzähle der Reihe nach. Es war so... (Szenenwechsel, Anja, Esther, Ruth und Tim gehen weg, Mike kommt)

Mike:               Na, Janilein. Bist wohl ein bißchen spät, hast' zu lange gebetet?

Jan:                  (antwortet nicht, geht an seine Arbeit) Oh, nein, wenn ich wenigstens gebetet hätte. Wie beschämend für mich, dass ich stattdessen verschlafen habe. Mensch, jetzt muß ich mich aber ranhalten. Die Teile müssen morgen fertig sein.

Mike:               (spöttisch) Na, hast' schon aufgearbeitet?

Jan:                  Noch nicht ganz, aber es klappt schon ganz gut.

Mike:               Na denn, sieh' mal zu. (geht weg, spricht zu sich selbst) Das paßt mir aber garnicht, dass es bei ihm so gut klappt. Aber irgendwie werde ich es schon schaffen, dass dieser Christ ausrastet.

(Akkord)

Jan:                  Hey, ich habe ja schon aufgeholt. Gut, dass ich in der Frühstückspause wenigstens meine Stillezeit gemacht habe.

Mike:               Jan, komm' mal 'rüber!

Jan:                  Ja, was ist denn?

Mike:               Warst du nicht vorhin hier an der Maschine?

Jan:                  Ich? Ja!

Mike:               Guck doch mal, was du angerichtet hast. Wenn das der Meister sieht!

Jan:                  Ich? Ich war das doch garnicht.

Mike:               Nein? Lüg doch nicht! Darf man als Christ lügen??

Jan:                  Ich, äh...

Mike:               Tja, sieh zu, dass sie wieder heile wird, sonst bekommst du Ärger mit dem Meister!

(Rückblende an den großen Tisch)

Jan:                  Nun, und so saß ich eben bis jetzt an der Maschine.

Ruth:                So eine Gemeinheit!

Anja:                Da habt ihr's!

Esther:             (fassungslos) Das gibt's ja wohl nicht?!

Ruth:                Was wirst du jetzt machen?

Jan:                  Ich weiß nicht - ich muß für ihn beten. Ich halte sonst nicht durch.

Esther:             Wir helfen dir mit beten, nicht wahr?

Ruth:                Natürlich. (gleichzeitig mit Anja)

Anja:                Klar. (gleichzeitig mit Ruth)

Tim:                 Weißt du Jan. Mir fällt gerade eine Bibelstelle ein. (liest Phil. 1,27-29)

                                                                                                          ENDE


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