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Die Hilfe kommt bestimmt! PDF Drucken E-Mail
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Kerstin kommt mit der Bahn von ihrer Großmutter, Doch die Mutter inst noch nicht am Bahnhof. Obwohl viele auf sie einreden dass die Mutter vieleicht nicht kommt, bleibt sie ganz sicher dass Sie nicht vergessen wurde.

Art: Anspiel, Anspiele, Sketsch, Sketsche
Teilnehmer: 7
Dauer: bis 10 min
Bibelstelle: 
Anlass: Geduld, Vertrauen

Schaffner:       Na, meine Kleine, gleich sind wir da. Holt dich jemand vom Bahnhof ab?

Kerstin:           Ja, meine Mutter kommt. Sie ist bestimmt schon da und wartet auf mich!

Schaffner:       Das ist schön. Warte, ich stelle deinen Koffer noch nach draußen. Alleine kannst du den ja nicht schleppen, der ist viel zu schwer für dich.

Kerstin:           Oh danke, das ist aber lieb von Ihnen. Wissen Sie, ich war bei meiner Oma, weil wir doch Ferien haben, da muß man soviel Sachen mitnehmen.

Schaffner:       (lächelt) Natürlich muß man das. So kleines Fräulein, deinen Koffer habe ich schon rausgebracht. Jetzt komm, ich helfe dir.

Kerstin:           Dankeschön.

Schaffner:       Wo ist denn deine Mutti?

Kerstin:           Ich weiß es nicht. Aber sie kommt gleich. Ganz bestimmt!

Schaffner:       Ich kann dir jetzt nicht mehr helfen, ich muß jezt weiterfahren.

Kerstin:           Das macht doch nichts, Mama ist gleich hier! Danke für alles und Aufwiedersehen!

Bahn-

beamter²:         Hallo, wo schleppst du denn deinen schweren Koffer hin? Warte, ich helfe dir!

Kerstin:           Meine Mutti war nicht oben, bestimmt ist sie noch unten im Bahnhof. Ich gehe ihr schon einmal entgegen.

Bahn-

beamter:          So, jetzt sind wir unten. Wo ist denn deine Mutti?

Kerstin:           (suchen) Hhm. Dann ist sie bestimmt an der Sperre.

Bahn-

beamter:          Na, siehst du sie schon?

Kerstin:           Nein, dann ist sie eben draußen!

Bahn-

beamter:          Meinst du wirklich? Bist du dir sicher, dass deine Mutti dich abholen kommt?

Kerstin:           Natürlich, sie hat es mir doch versprochen. Bestimmt ist ihr gerade die Straßenbahn weggefahren. Vielen Danke, dass sie den Koffer getragen haben. Ich werde hier auf meine Mutti warten.

Bahn-

beamter:          Sollen wir nicht vielleicht doch telephonieren, oder dich mit Taxi nach Hause schicken?

Kerstin:           Nein, Mama kommt hierher. Sonst sucht sie mich, wenn ich wegfahre. Ich muß auf sie warten. Sie hat ver-sprochen, dass sie kommt!

(Bahnbeamter wirft ihr noch einen Blick zu und geht.)

Mann:              Sieh mal, die Kleine. Seit 10 min sitzt sie schon auf ihrem Koffer und wartet. Ich habe sie ein wenig beobachtet. Sie sitzt und guckt die ganze Zeit in die gleiche Richtung, so ruhig und selbstverständlich wie in der ersten Minute.

Frau:               Ach, das arme Kind. Können wir ihm nicht helfen? (verärgert) Wie können Eltern ihr Kind bloß vergessen? So was herzloses!

Mann:              Reg dich doch nicht auf. Du weißt ja nicht was passiert ist. Sieh mal, die Kleine sieht kein bißchen ärgerlich aus.

Frau:               Trotzdem. Ich werde sie mal fragen, was passiert ist, und ob wir ihr helfen können. (geht hin) Na Kleine, worauf wartest du?

Kerstin:           Ich warte auf meine Mutti.

Frau:               Meinst du, dass deine Mutti noch kommt? Sollen wir dir helfen? Vielleicht hat sie dich ja vergessen.

Kerstin:           Nein, meine Mutti hat mich nicht vergessen. Sie hat versprochen, dass sie kommt.

Frau:               Können wir dir wirklich nicht helfen?

Kerstin:           Nein, Mutti kommt gleich.

Mutter:            (kommt aus der andern Richtung; sieht auf die Uhr) Oh, nein, der Zug ist wohl schon vor 15 Minuten eingetroffen. Hoffentlich hat er Verspätung, sonst sitzt die arme Kerstin so lange und wartet. Ob sie überhaupt noch da ist? Ich habe ja nicht ahnen können, dass meine Hilfe so plötzlich gebraucht würde.

                        (sieht Kerstin) Da sitzt sie ja! Kerstin, mein Kind!

Kerstin:           Mutti!

Mutter:            Hast du große Angst gehabt, als ich weder oben noch unten im Bahnhof war?

Kerstin:           Angst? Aber Mutti, ich wußte doch, dass du kommst.

Mutter:            Gut, dass du das so genau wußtest, mein Kind! Aber, wenn es noch länger gedauert hätte?

Kerstin:           Dann hätte ich gewußt, dass du nicht kommen konntest, und ich wäre allein heimgefahren. Nur das mit dem schweren Koffer wäre nicht leicht gewesen.

Mutter:            Oh, meine Kerstin! Du bist ein tapferes Mädchen.

Kerstin:           Ist der Papa schon zu Hause?

Mutter:            Nein, aber er kommt gleich. Wenn wir uns beeilen schaffen wir es vielleicht, noch vor ihm zu Hause sein.

Vater:              Hallo ihr zwei. Na Kerstin, wie war es bei der Oma?

Kerstin:           Ach Papi, es war wunderschön. Schade, dass ihr nicht dabei sein konntet.

Vater:              Und, wie war die Fahrt im Zug?

Kerstin:           Schön war's. Ich hatte einen ganz netten Schaffner. Er hat mir geholfen den Koffer zu tragen, weil er für mich doch zu schwer war. Und, weißt du, Mutti konnte nicht gleich da sein, dann habe ich gewartet. (empört) Und da waren Leute, die sagten mir, dass Mutti nicht kommt. - (zur Mutter) Aber ich wußte, dass du kommst, nicht wahr, Mutti?

Mutter:            Ja, das stimmt! (Die anderen gehen weg, die Mutter wendet sich an das Publikum) Ich sehe immer noch das Bild vor mir, wie Kerstin ganz ruhig auf ihrem Koffer in der Bahnhofshalle sitzt. Sie sitzt und wartet ganz geduldig, weil sie weiß, dass ich komme. Unwillkürlich muß ich an mich denken. Welches Bild gebe ich ab, wenn Gott mich einmal warten läßt. Drückt mein Verhalten auch so ein Vertrauen aus, wie ich es bei meiner Tochter beobachten mußte?

ENDE


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