| Die Lügenkette |
|
|
|
|
Hanno ist eigentlich kein schlechter Junge, und doch mußte er feststellen wie eine kleine"Notlüge" immer die Nächste nachsichzieht. Ehe man sich versieht hat man sich in einer Lügenkette verfangen. Gut das der Vater Hanno erklärt wie mann aus diesem Problem herauskommt. Sprecher: Das Buch ist äußerst spannend. Hanno kann einfach nicht aufhören. Dabei müßte er längst bei Dr. Diehlmann sein. Jeden Mittwochnachmittag hat Hanno bei ihm Privatunter-richt. Er soll in Englisch von seiner Fünf runter - nur bis jetzt ohne großen Erfolg. Tausend Dinge hat Hanno im Kopf - nur kein Englisch. Wie oft hat seine Mutter ihn ermahnt: Mutter: Hanno, hast du auch deine Vokabeln gelernt? Sprecher: Er kann es schon nicht mehr hören. Es ist bereits 16Uhr. Jetzt sollte der Unterricht beginnen. Zufällig kommt Vater ins Zimmer. Vater: Hanno, was machst du denn noch hier - es ist doch schon 4 Uhr durch. Dr. Diehlmann wartet bestimmt schon. Und die Vokabeln? Hast du sie gelernt? Sprecher: Natürlich hat er nicht, doch Hanno nickt und Vater sagt noch: Vater: Und dann entschuldige dich bei Dr. Diehlmann und sage, dass du das nächste Mal pünktlich sein wirst. Sprecher: Unterwegs sieht Hanno in sein Aufgabenh÷eft. 25 neue Vokabeln soll er können - und er hat sie erst einmal kurz angesehen, geschweige denn gelernt. Hanno ärgert sich. Seine Schulkameraden spielen auf dem nahen Weiher Eishockey und er muß zu diesem langweiligen Englisch-Unterricht und außerdem, so denkt er, wird es bestimmt eine Katastrophe geben. Hanno: Was soll ich sagen? Irgendeine Notlüge? Krank gewesen? Zu viel Schulaufgaben? Oder zu viel Arbeit im elter-lichen Schuhgeschäft? Genau! Das ist es. Es sind Schuh-pakete angekommen. Die müssen sofort ausgepackt werden - Vater braucht mich, werde ich sagen - ich soll sofort wieder nach Hause kommen. Und wenn das klappt, dann geh' ich schnell zu en anderen auf den Weiher. Es muß klappen - übrigens ist das ein Notlüge und die ist doch nicht so schlimm! Einmal ist keinmal - oder? Lüge Nr.1 Sprecher: Dr. Diehlmann ist ärgerlich. Seit einer Viertelstunde wartet er auf seinen Schüler und was sagt dieser, als er endlich eintrifft? Hanno: Entschuldigen Sie bitte, mein Vater läßt einen herz-lichen ¨Gruß bestellen und läßt fragen, ob ich ausnahms-weise sofort wieder zurückkommen kann, ich werde im Geschäft gebraucht. Sprecher: Doch so schnell läßt Dr. Diehlmann Hanno nicht gehen. Zuerst will er einige Vokabeln abhören. Lehrer: Wie heißt zum Beispiel das Wort "Maschinenfabrik" in Englisch? Sprecher: Hanno sucht verzweifelt nach dem richtigen Wort und sagt dann wieder: Hanno: Aber mein Vater braucht mich ganz dringend, kann ich jetzt gehen? Lehrer: (seufzend) Ich glaube, du hast wieder nicht gelernt - meinetwegen geh' nach Hause. Bei Gelegenheit werde ich mit deinem Vater sprechen. So geht das nicht weiter. Hanno: (geht weg, zu sich) So, das wäre geschafft. Jetzt noch die Schlittschuhe holen, hoffentlich sieht mich keiner. Lüge Nr. 2 Sprecher: Aber Vater sieht ihn doch. Vater: Hanno, was machst du denn hier? Bist du nicht im Unterricht? Sprecher: So ein Pech! Was nun? Er muß noch einmal lügen. Es ist doch nurú ein Notlüge. Hanno: Dr. Diehlmann hat mir freigegeben. Vater: Freigegeben? Hanno: Ja, er ist krank geworden, er hat die Grippe - darf ich jezt Schlittschuh laufen? Bitte Papa, darf ich? Vater: Eigentlich solltest du mir noch helfen - aber zum Abendessen bist du wieder zurück. Ja? Sprecher: Richtig froh ist Hanno auf dem Weiher nicht. Dauernd muß er an die Lügen denken. Aber es sind doch nur Notlügen! - Es macht keinen Spaß. Früher als geplant kehrt er heim. Da steht auch schon der Vater, als hätte er ihn erwartet. Vater: Komm mal her, Junge, wie war denn heute der Tag? Sprecher: Hanno zögerte, der Vater ist irgendwie anders als sonst. Hanno: Wieso - wie immer. Vater: Setzt dich mal, ich will dir eine Geschichte erzählen. Eine Geschichte von einem Jungen, der unheimlich gerne las und darüber das Lernen vergaß. Und weil dieser Junge keine Hausaufgaben gemacht hatte, ging er zu seinem Lehrer und sagte, dass sein Vater viel Arbeit hat und dass er unbedingt zu Hause helfen muß. Seinem Vater erzählte der Junge, dass der Lehrer krank geworden ist. Jetzt konnte der Junge ungehindert zum Eishockeyspielen gehen. Sein Vater war sehr erstaunt, als der Lehrer bei ihm anrief. Er mußte feststellen, dass sein Sohn ihn regel-recht angelogen hatte. Sag mal, kannst du mir sagen, wer dieser Junge ist? Die Lösung Sprecher: Hanno nickt, dann sagt er: Hanno: Papa, bitte vergib - ich wollte das eigentlich gar nicht. Es kam einfach so. Eine Notlüge nach der anderen. Vater: Ich verzeih' dir. Aber das mußt du wissen: es gibt keine Notlügen. Lügen sind Lügen und sie zerstören alle Freude und Gemeinschaft. Weißt du, was noch ganz wichtig ist? Wir sollten alles dem Herrn Jesus sagen und morgen werde ich die beim Vokabellernen helfen. Klar? Sprecher: An diesem Abend beteten beide, Hanno und Vater, mitein-ander. Jezt kann Hanno wieder frei atmen - und eins hat er gelernt: Lügen jeglicher Art lohnen nicht. Darum legt die Lüge ab und redet die Wahrheit, ein jeder mit seinem Nächsten, weil wir untereinander Glieder sind.
Epheser 4,25 ENDE Zu Favoriten hinzufügen (7) | Artikel zitieren | Aufgerufen: 981
Nur registrierte Benutzer können Kommentare schreiben. Powered by AkoComment Tweaked Special Edition v.1.4.6 |
||||
| < Zurück | Weiter > |
|---|