| Die schwerste Arbeit |
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Ein alter Vater wird gefragt was er den den ganzen Tag macht? Darauf antwortet er:"Natürlich habe ich was zu tun. Zwei wilde Falken soll ich zähmen, zwei Hasen muß ich aufhalten, zwei Sperber abrichten, einen Lindwurm bewachen, einen Löwen bändigen und einen elenden Kranken pflegen." Was meint er wohl? Art: Anspiel, Anspiele, Sketsch, Sketsche Ritter: Vater, habt Ihr es gut, nichts ficht Euch an. Vater: (lächelnd) Es ist recht schön hier, aber meine Arbeit ist oft so schwer, dass ich nicht weiß, wie ich sie bewältigen soll. Ritter: Arbeit? Ihr habt doch nichts zu tun! Vater: Natürlich habe ich was zu tun. Zwei wilde Falken soll ich zähmen, zwei Hasen muß ich aufhalten, zwei Sperber abrichten, einen Lindwurm bewachen, einen Löwen bändigen und einen elenden Kranken pflegen. Ritter: (ganz entsetzt) Vater, diese Aufgabe kann kein Mensch auf einmal vollbringen! Gebt mir den Falken oder die Sperber, ich weiß mit den Vögeln umzugehen. Vater: (leise lächelnd) Herr, habt Ihr nicht schon genug mit solchen Tieren zu tun? Seht, die Falken sind meine Augen! Die schießen und spähen umher, ob da nichts ist, was ihnen gefällt. Wie muß ich sie bewachen, dass sie nicht am Häßlichen hängen bleiben! Die Hasen sind meine beiden Füße. Immer wieder suchen sie den breiten Weg der Lust. Die Sperber sind meine Hände, die zur Arbeit abgerichtet werden sollen, der böse Lindwurm ist die Zunge, die so scharf stechen und so übel verwunden kann. Wie schwer wird es, ihr Sanftmut und Freundschaft beizubringen. Mein Herz ist der Löwe; der sich gegen alle Zucht und Ordnung aufbäumt, wütet und tobt wider alles, was edel und gut und Gott wohlgefälig ist! Da heißt es täglich ringen und die Gedanken auf das Gute lenken. Der Kranke ist mein Leib, der bald hungrig, bald durstig, bald müde und matt ist. Was habe ich nicht allein mit diesem mürrischen Gesellen zu tun! Ritter: (nachdenklich, leise) Ich habe schon lange die Arbeit mit diesen Tieren aufgegeben! Mir sind sie zu stark geworden! Vater: Ihr seid wohl allein an diese schwere Arbeit gegangen? Ich aber habe einen treuen Kampfgenossen! Den bitte ich immer um Beistand, und wenn mir eines der wilden Tiere Not und Schmerzen macht, er ist noch mit jedem fertig geworden. Ritter: Wer ist dieser Held? Zeigt ihn mir, damit ich von neuem mit Mut und Hoffnung beginne. Vater: (feierlich) Ich vermag alles durch den, der mich mächtig macht, Christus! ENDE Zu Favoriten hinzufügen (13) | Artikel zitieren | Aufgerufen: 1507
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