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Gepäckträger Nr. 42 PDF Drucken E-Mail
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Schon oft hat Friedrich, ein treuer Nachfolger Christi, seinem ungläubigen
Arbeitskollegen von Jesus erzählt. Doch dieser kann es nicht verstehen,
dass das Blut bei den Christen so eine wichtige Rolle spielt. Eines Tages
findet folgendes Gespräch statt:

Art: Anspiel
Teilnehmer: 4
Dauer: bis 5 min
Bibelstelle: 
Anlass: Liebe den Nächsten wie dich selbst. Sprecher: Im Grand-Central-Bahnhof in New York flutet die Sonne durch die Zwanzig Meter hohen Fenster und über die Marmortreppe wie in eine Kathedrale. Doch die Tausende von Menschen jeder Sprache und Farbe, die durch den Bahnhof eilen, merken es nicht. Sie schauen kaum um sich vor lauter Eile. Sie merken auch nicht, dass neben ihnen Menschen gehen, die in großer Not sind. Einer aber sieht es. Es ist Gepäckträger Nr. 42, ein sehniger Schwarzer von ungefähr 40 Jahren.

Junge Frau: Gepäckträger!

Schwarze: Ja bitte.

Junge Frau: Bitte bringen Sie meine Mutter mit dem Rollstuhl zum Zug nach Philadelphia. Ich muss schnell telefonieren!

Sprecher: Der Gepäckträger schiebt den Rollstuhl durch die belebte Bahnhofshalle. Die alte Dame nimmt ihr Taschentuch und wischt sich die Tränen aus den Augen.

Schwarze: Ist das ihre Tochter Madam? Eine schöne Frau!

Dame: (nickt) Ja, das ist sie.

Schwarze: Haben Sie mehrere Kinder zu Hause? Sie müssen glücklich sein, weil sie eine so nette Tochter haben...

Sprecher: So redet der Gepäckträger weiter, bis sie zum richtigen Gleis kommen. Die Dame macht ihre Tasche auf, nimmt eine Puderdose heraus und pudert sich unter den Augen.

Dame: (schnell) Merkt man, dass ich geweint habe?

Schwarze: Kaum.

Dame: Ich will nicht, dass meine Tochter es merkt, aber ich bin so verzweifelt. Ich bin krank, sehr krank. Der Arzt hat festgestellt, dass ich..., dass ich viele Schmerzen haben werde und dann sterben muss. Niemand kann mir helfen.

Schwarze: Gott kann ihnen helfen.

Dame: Meinen Sie, dass ich glauben könnte, es gäbe einen guten Gott im Himmel, wenn Er mich so sehr leiden lässt?
Schwarze: Er hat seinen eigenen Sohn leiden und sterben lassen um unserer Sünden willen.

Dame: (sieht ihn erstaunt an) Das versteh ich nicht.

Schwarze: Niemand versteht es, Madam, aber wir glauben es.

Dame: Soll ich glauben, dass Gott mir diese Krankheit schickt?

Schwarze: Ja - oder dass ein blindes Schicksal sie geschickt hat, wie sie wollen, Madam, Aber eins von beiden müssen Sie glauben. Und ich nehme das erste an, denn es gibt mir Frieden und Zuversicht, das Schwere, das ich nicht verstehe, zu tragen. Aber hier kommt Ihre Tochter!

Dame: Wie heißen Sie, Gepäckträger?

Schwarze: Ralston Young, Madam , Gepäckträger Nr. 42.

Dame: Mr. Young, Sie werden von mir einmal hören.

-Musik-

Sprecher: Und ein Jahr Später bekommt Ralston einen Brief.

Schwarze: (ließt) Meine Mutter ist gestern gestorben. Sie wollte, dass ich Ihnen sage, sie sei im Frieden und Vertrauen zu Gott gestorben. Die Familie dankt Ihnen.

Sprecher: Ralston ist glücklich, denn er hat mit Gottes Hilfe einem andern geholfen. Das ist seine Arbeit: Gepäckträger und Seelsorger - Abnehmer aller Arten von Lasten - im Grand-Central-Bahnhof in New York, dem grössten Bahnhof der Welt.

William Graffam

Anwendung bei einer Hochzeit: z.B. das Brautpaar ermutigen ein offenes Auge und ein freundliches Wort für die Mitmenschen zu haben.

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