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Glückselig die Barmherzigen! PDF Drucken E-Mail

Eine alte Dame erbarmt sich eines kleinen Jungen und bekommt diese Wohltat vielfach zurück.

Art: Anspiel
Teilnehmer: 3
Dauer: ca.5 min
Bibelstelle: Matthäus 5.7
Anlass: Themen - Gottesdienst, Jugend - Gottesdienst

Sprecher: Zu der Zeit, als es noch keine Eisenbahnen gab, verkehrte eine Postkutsche zwischen den Städten Glasgow und Greenock in Schotland. Eines Tages bemerkte eine Dame, die in dieser Postkutsche fuhr, einen Jungen, der barfuss auf der Landstraße ging. Er schien sehr müde zu sein. Die Dame ließ den Wagen halten und den Jungen einsteigen. Er war wahrscheinlich ziemlich arm, deshalb wollte sie ihm die Fahrt bezahlen. In Greenock angekommen, erkundigte sich die Dame bei dem Jungen:

Dame: Was hast Du denn jetzt vor?

Junge: Ich möchte gern zur See und hoffe, dass irgend ein Kapitän mich mitnehmen wird.

Dame: Nimm diese drei Schilling. Du kannst sie sicher gebrauchen. Ich wünsche Dir Gottes Segen. Halte Gott stets vor Augen, so wird es Dir gut gehen. Auf Wiedersehen.

Junge: Vielen Dank. Auf Wiedersehen.

-Musik-

Sprecher: Seitdem waren 20 Jahre ins Land gegangen, die Postkutsche verkehrte immer noch zwischen den beiden Städten. Eines Nachmittags befand sich unter den Fahrgästen ein Kapitän. Als der Wagen ungefähr die Stelle errecht hatte, an der vor 20 Jahren der arme Junge eingestiegen war, bemerkte der Kapitän eine alte Dame auf der Straße, die sehr langsam ging und abgespannt aussah. Er bat den Kutscher, die Dame einsteigen zu lassen. Er wolle für sie bezahlen. Als alle Fahrgäste schon ausgestiegen waren und nur der Kapitän mit der alten Frau sitzen geblieben war, dankte die Dame dem Kapitän für seine Freundlichkeit.

Dame: Sie haben mir einen großen Dienst erwiesen, da ich kein Geld gehabt habe, um die Fahrt zu bezahlen.

Junge: Ich habe immer Mitleid mit armen, müden Wanderern, denn ich weiß aus eigener Erfahrung, was es heißt, einen weiten Weg machen zu müssen und dabei müde zu sein und kein Fahrgeld zu besitzen. Vor 20 Jahren hat mich eine gütige Dame selbst an der gleichen Stelle des Weges einsteigen lassen und das Fahrgeld bezahlt.

Dame: O, daran erinnere ich mich genau, denn ich selbst bin die Dame. - Meine Verhältnisse haben sich seitdem zum Schlechten gewand. Damals ging es mir gut, nun aber bin ich durch das traurige Verhalten meines Sohnes arm geworden.

Junge: Na das ist eine Überraschung. Ich freue mich Sie wieder zu sehen. Es ist mir gut ergangen in meinem Leben und kehre jetzt auf ein Besitztum zurück, das ich erworben habe, um mich dort niederzulassen. Werte Dame, gestatten sie mir, Ihnen für Ihren Lebensabend eine kleine Rente von 25 Pfund auszusetzen?

Sprecher: So zahlte Gott jener Frau, die dem armen Jungen diese Wohltat erwiesen hatte mehr als hundertfach zurück. Auch heute bewahrheitet sich das Wort des Sohnes Gottes "Glückselig die Barmherzigen, denn ihnen wird Barmherzigkeit widerfahren." Mat. 5.7


Ende

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